Klein, aber süß

Das war's: Mit dem familiären Mini-Umzug in Haupersweiler ist gestern die Straßenfastnacht im Kreis zu Ende gegangen.

Klein, nett, familiär: Ein Wagen mit dem zwölfköpfigen Haupersweiler Musikverein und eine 25 Personen starke bunt gemischte Fußgruppe ziehen beim Umzug durchs Dorf. "Wir machen das schon über 40 Jahre und pflegen einen guten alten Brauch", berichtet Musketier und Ortsvorsteher Franz Josef Danneck. In früheren Jahren hat man sich im Ort immer einen Rosenmontagszug gewünscht. Doch da der örtliche Musikverein beim Zug in Neunkirchen aufgespielt hat, ist der Termin auf den Dienstag verlegt worden. Los geht die originelle Ortsbegehung mit Gesang und Tanz am Vereinshaus. Der erste Zwischenstopp ist nach 200 Metern, beobachtet von sieben Zuschauern vom gegenüberliegenden Bürgersteig. Dies kann den Clowns, Omas und Gartenzwergen die gute Laune nicht vermiesen. Bäcker Marco Scheer bringt den kostümierten Narren zur Stärkung ein Tablett mit Berlinern.

Nach getanem Job greift Scheer sein Instrument und schwingt sich zu seinen Musikerkollegen auf den Anhänger. "Das Lied "Atemlos" spielen wir nicht", verkünden die Musikanten. Sie sorgen mit älteren Werken wie "Der treue Husar" und "An der Nordseeküste" für die musikalische Marschbegleitung. "Wir wandern zu verschiedenen Punkten im Dorf", teilt Musketier Danneck mit.

Zum Durstlöschen biegen die Fastnachter ins Feuerwehrgerätehaus ab. Mit je einem Fahrzeug eskortieren die Freiwillige Feuerwehr und die Polizei das Fastnachtstreiben. Über zwei Stunden sind die kleinen und großen Narren im Ort unterwegs und kehren zum Abschuss ins Vereinshaus am Sportplatz ein.