Kindergartenkinder aus Schwarzerden lernen Italien kennenVon Tarantella bis Pizza

Kindergartenkinder aus Schwarzerden lernen Italien kennenVon Tarantella bis Pizza

Schwarzerden. Die Schar der Erwachsenen in der Turnhalle des Kindergartens staunte nicht schlecht. Ihre Kinder sangen und sprachen die Textpassagen auf italienisch, und zeigten in folkloristischen Kostümen mit mediterraner Leichtigkeit dazu italienische Tänze

Schwarzerden. Die Schar der Erwachsenen in der Turnhalle des Kindergartens staunte nicht schlecht. Ihre Kinder sangen und sprachen die Textpassagen auf italienisch, und zeigten in folkloristischen Kostümen mit mediterraner Leichtigkeit dazu italienische Tänze.Das italienische Fest bildete den Höhepunkt und Abschluss des Workshops, bei dem die Kleinen ihren stolzen Eltern und Großeltern das Gelernte präsentieren konnten.

Eigene Erfahrungen machen

"So ein Projekt soll Offenheit und Toleranz erzeugen. Die Kinder können dabei den ersten Schritt in die richtige Richtung machen", erläuterte Veronica Conta vom Saarbrücker Verein Ramesch. Der Projektleiterin kam es darauf an, dass die Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen, um etwas zu erleben. "In diesem Alter sollte man damit anfangen. Die Kinder sind ja noch ganz unbefangen", meinte die gebürtige Italienerin.

"Benvenuti, herzlich willkommen, begleitet uns auf einer Reise durch Italien", animierten die Vorschulkinder ihr Publikum. Die kleine Hexe (La Befana) hatte Süßigkeiten mitgebracht, im immer schnellen werdenden Rhythmus tanzten sie eine sizilianische Tarantella. Sie spielten eine Szene aus dem Kinderspiel "La bella Lavanderina" ("Die schöne Wäscherin") nach, und fuhren wie Pinocchio und Lucignolo mit der Kutsche ins Spielzeugland. Mit dem Girotondo (Kreisspiel) endete unter großem Beifall die wunderschöne Reise. "Es hat alles Spaß gemacht", jubelte der sechsjährige Leon.

An zehn Nachmittagen lernten die Kinder nicht nur mit Liedern, Spiele und Tänzen das Land Italien mit seinen Kulturen und Traditionen kennen, sondern bereiteten auch dessen landestypische Spezialitäten, wie Pizza und Espresso zu. "So werden die Kinder mit etwas vorher noch Fremden vertraut", erklärte Conta. Ein derartiges Projekt wecke bei den Kinder das Interesse für fremde Länder, und sie würden sich so für deren Sprache und dem Umgang mit anderen Kulturen öffnen.

"Normal sind die Kinder ja recht scheu. Sie waren alle interessiert und haben viel probiert", bestätigte Erzieherin Sabine Gelzleichter, die mit ihrer Kollegin Sabine Grimm die Projektwochen begleitete. "Die Kinder waren bei dem sehr vielfältigen Programm immer mit großer Begeisterung dabei", freute sich auch Elke Seibert, die Leiterin des Kindergartens.

Inspiriert von der südländischen Lebensfreude ihrer Kinder, luden die Eltern abschließend zu einem italienischen Buffet ein, und wünschten "Buon Appetito".