In Freisen veranstaltete der Modellbauclub die Modellbaubörse

Die Welt im Kleinformat : Vom Freien Fall bis zum Fußballfeld

In der Freisener Bruchwaldhalle ging die 15. Modellbau- und Spielzeugbörse über die Bühne. Mehr als 1000 Besucher kamen.

Die 15. Modellbau- und Spielzeugbörse des Modellbauclub Freisen  war ein Erfolg. Schon bevor sich die Tore der Bruchwaldhalle öffneten, hatte sich eine beachtliche Schlange vor dem Einlass gebildet. „Trotz vieler Veranstaltungen im näheren und weiteren Umland an diesem Pfingstwochenende konnten wir erneut mehr als 1000 Besucher bei unserer Modellbau- und Spielzeugbörse zählen“, freute sich Gerd-Peter Werle vom Modellbauclub über das große Publikumsinteresse.

Mehr als  70 Aussteller aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-_Westfalen, dem Saarland „und sogar aus der Pfalz“, wie Werle augenzwinkernd betonte, boten alles, was das Modellbau-, Modelleisenbahn- und Spielzeugsammlerherz höherschlagen lässt. „Es macht mich sehr stolz, dass wir einen so großen Rückhalt beim Publikum, aber auch im Verein haben. Von den rund 90 Mitgliedern des Vereins und den 30 Kids in der Jugendgruppe waren gut 50 Leute im Einsatz, um die Börse zu organisieren und durchzuführen“, freute sich der Vorsitzende über das Engagement seiner Mitstreiter.

 Neben der allgegenwärtigen Modelleisenbahn in verschiedenen  Spurweiten waren auch Angebote aus den Bereichen Militärmodellbau, Modellauto, Spielfiguren, Plüschtiere, Weichplastikfiguren, Lego und vieles mehr vertreten. So gab es am Stand von Nicolas Lang aus Hasborn Unikate in Lego-Technik zu sehen. Der junge Modellbauer hat dabei nicht nur die handelsüblichen Bausätze verfeinert und abgewandelt, vielmehr hat er eigene Kreationen entwickelt, wie beispielsweise den ferngesteuerten vierachsigen Abschlepptruck mit insgesamt 13 Motoren. Da fahren die Stützen aus, die Abschleppvorrichtung hebt sich, und es gibt fast nichts, was sich nicht wie von Geisterhand bewegt. Die Besucher kamen aus dem Staunen kaum heraus.

Auch die H0-Schauanlage „Kirmes mit Faller Car System“ von Konrad Heimsott aus Pirmasens zog die Blicke auf sich. Die Anlage war schon im vergangenen Jahr in Freisen dabei.  Allerdings hat Heimsott die Modellbahn um ein Modul erweitert, und so hat die Kirmes nun unter anderem noch einen Freifallturm erhalten und die Stadt einen Teich mit sich bewegenden Enten und Booten.  Fahrräder fahren, Tore bewegen sich, Hühner, Ziegen und Rasenmäher laufen, kleine Modellhubschrauber lassen ihre Rotoren drehen. Hier wurde aufs Detail geachtet.   „93 Taster und Schalter, 19 Antriebseinheiten, neun Magnetkontakte, 852 Figuren und unzählige LED-Lämpchen erwecken die Anlage zum Leben“, erklärte der Pfälzer Modellbauer. Dass die Autos  selbstständig über die Anlage huschen, versteht sich quasi von selbst.

Großer Andrang von Anfang an: Bei der 15. Freisener Modellbau- und Spielzeugbörse stürmte das Publikum die Halle. Foto: Ralf Mohr
0 : 0 steht es beim Fußballspiel der Bexbacher Modellbahnfreunde Wilfried und Rita Kanders. . Foto: Ralf Mohr

Fast ein Heimspiel hatten Wilfried und Rita Kanders von den Modellbahnfreunden Bexbach. Sie haben ein Fußballfeld mit Vereinsheim und zwei kickenden Mannschaften en Detail im Maßstab 1:87 modelliert. Wer genau hinschaute, konnte auf der Anzeigentafel auch den Spielstand erkennen:  0 : 0. „Aangugge, ja – anfingere, nää“ stand an einem Diorama, das eine Werkstattszene mit einem Mercedes 300 SL darstellte. Und wer sich die Mühe machte und den Ausschnitt näher in Augenschein nahm, der entdeckte Detail über Detail.

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