Hohes Ansehen erworben

Oberkirchen. Nach 65 Jahren sei die Volkshauskapelle so jung wie in den Anfangsjahren. Bei der Gründung im Jahre 1945 sei es der Wunsch der Mitglieder gewesen, zu musizieren und die Geselligkeit zu pflegen und so einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Mit diesen Worten gratulierte der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald am Samstagabend der Volkshauskapelle zu ihrem Geburtstag

Oberkirchen. Nach 65 Jahren sei die Volkshauskapelle so jung wie in den Anfangsjahren. Bei der Gründung im Jahre 1945 sei es der Wunsch der Mitglieder gewesen, zu musizieren und die Geselligkeit zu pflegen und so einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Mit diesen Worten gratulierte der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald am Samstagabend der Volkshauskapelle zu ihrem Geburtstag. "Musik ist eine Sprache, die jeder versteht", sagte der Verwaltungschef und lobte gleichzeitig die gute Jugendarbeit, "die eine Brücke schlägt zwischen den Generationen". Die Höhepunkte in dem 65-jährigen Vereinsleben ließ Vorsitzender Marko Schmitt in seiner Ansprache Revue passieren. Der Gründer der Kapelle, Pastor Peter Haus, habe durch einen unermüdlichen Einsatz dafür gesorgt, dass das Orchester auf Dauer Bestand habe. Das Beschaffen der ersten Musikinstrumente gleich nach dem Krieg sei nur im Tauschgeschäft gegen Naturalien möglich gewesen. "Viele Jahre mühevollen Aufbaues haben sich gelohnt", sagte Marko Schmitt, "die Volkshauskapelle hat sich zu einem kulturellen Verein entwickelt, der sich ein hohes Ansehen erworben hat".Vom ersten Tag an habe sich das Orchester das Ziel gesetzt, zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Menschen Musik zu machen, sagte sein Präses, Pastor Hanno Schmitt. "Aber nicht nur zur Unterhaltung und zum Vergnügen spielt die Volkshauskapelle auf. Sie ist bis heute immer da, wenn ein kirchliches Fest begangen wird", so der Geistliche. Durch die Musik würden im Menschen gute Kräfte geweckt. Hanno Schmitt dankte besonders dem Dirigenten Alfred Uhl, der das Orchester zu einem spielerisch hohen Niveau geführt habe.Die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde hob Freisens Bürgermeister Wolfgang Alles hervor. Bei unzähligen Anlässen sei die Volkshauskapelle in der Öffentlichkeit präsent. Und dass es in 65 Jahren nur vier Dirigenten gehabt habe sei das Zeichen einer festen Kameradschaft und eines guten Klimas. Als einen echten Farbtupfer, der das kirchliche und weltliche Leben im Dorf bereichert, sieht der Oberkircher Ortsvorsteher Karl-Josef Scheer die Volkshauskapelle. Immer sei es ihr gelungen, junge Menschen für die Musik zu begeistern. Zwölf Vereinsmitglieder wurden für ihre Treue geehrt und drei zu Ehrenmitgliedern ernannt. Neben dem Geburtstagskind musizierten der Gospelchor, der Musikverein Harmonie und der Männergesangvereine Oberkirchen. Der Musikverein Unterkammlach im Allgäu, mit dem die Volkshauskapelle seit elf Jahren befreundet ist, spielte am Schluss des Festabends auf. Mit einem Gottesdienst, gefeiert von Pastor Hanno Schmitt, in dem der Kirchenchor unter Leitung von Christoph Schnur sang, war das Geburtstagsfest eingeleitet worden. Den ganzen Sonntag über hieß es in der Festhalle "Musik, Musik und nur Musik". Sieben Orchester legten dabei Proben ihres Könnens ab.

Auf einen BlickDie Ehrungen: 25 Jahre: Claudia Weisgerber, Stefan Beischmid. 40 Jahre: Hermann Keller. 50 Jahre: Arno Weisgerber, Dieter Schnur, Gerd Martin, Alfred Uhl, Raimund Klein, Klaus Gelzleichter, Klaus Altenhofer, Manfred Schneider, Franz Josef Baldes. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Richard Thiel, Wolfgang Alles, Otmar Fleisch. gtr