Hobbykünstler mit Engel aus Nudeln bis Nistkästen im FachwerkstilHobbykünstler zeigen Engel aus Nudeln und Nistkästen im Fachwerkstil

Hobbykünstler mit Engel aus Nudeln bis Nistkästen im FachwerkstilHobbykünstler zeigen Engel aus Nudeln und Nistkästen im Fachwerkstil

Oberkirchen. Niemand würde Nudeln als Schmuck an den Christbaum hängen. Für Ludwig Müller aus Saarbrücken ist das allerdings kein Problem. Er hat aus runden Teigwaren und Styroporkugeln Engel gebastelt, die sich sehr wohl für den Weihnachtsbaum eignen

Oberkirchen. Niemand würde Nudeln als Schmuck an den Christbaum hängen. Für Ludwig Müller aus Saarbrücken ist das allerdings kein Problem. Er hat aus runden Teigwaren und Styroporkugeln Engel gebastelt, die sich sehr wohl für den Weihnachtsbaum eignen. "Die Engel mit den größeren Flügeln sind katholische, die etwas anders und ein wenig kleiner gestalteten evangelische", klärte er schmunzelnd seinen Kunden. In Schalen von Grenobler Nüssen ("Die sind größer und besser strukturiert") hatte er kleinste Krippenfiguren untergebracht. Ludwig Müller betrieb einen der Stände mit originellen Artikeln bei der Oberkircher Hobbyausstellung. Mit Krippendarstellungen hatte sich auch Ilse Heidenmann beschäftigt. Sie verlegte die Geburt zu Bethlehem in glitzernde Drusen. Zu den wertvollsten Stücken zählt sie die Druse, die beim Freisener Autobahnbau gefunden wurde. Manchmal haben die Hobbykünstler bewundernswerte Ideen. Zum Beispiel Daniela Folz, die neben vielen anderen Sachen auch kleine Igel herstellt. "Ein Styroporei wird halbiert, Nadeln sind die Stacheln und Perlen die Augen", verriet die junge Dame und zeigte vor Ort, wie es gemacht wird. Auch ihre Geschenkpackungen für DVDs und die bunt beklebten Behälter, die einmal Capuccino-Dosen waren, konnten sich sehen lassen. Rüdiger Jost, der auf vielen Ausstellungen mit seinen Fußballfanartikeln anzutreffen ist, hatte sein Sortiment erweitert. Engel mit Goldhaar, Nistkästen im Fachwerkstil und ein Schlitten mit Weihnachtsmann und Rentieren waren echte Hingucker. "Alles ist handgemacht", versicherte der Nohfelder. Nicht vorbei kamen die Besucher an dem von Düften eingehüllten Stand von Jennifer Fell aus Hoof. Seit einigen Jahren siedet sie Seifen, hauptsächlich mit Milchprodukten. "Die Rezepte für die verschiedenen Düfte stelle ich mir selbst zusammen", erzählte sie den Kunden. "15 Sorten Seife kann ich anbieten, sogar solche für Allergiker." Luana Manfio de Souza aus Kaiserslautern, die aus Brasilien stammt, begegnete den Besuchern an ihrem Stand stets mit fröhlichem Lachen. Über das Schild der Schmuckverkäuferin, das zum Stehenbleiben verleiten sollte, lächelten viele Besucher. Loana bezeichnete sich darauf als "Schmuck-lerin". Ketten und Armbänder zwischen acht und vierzig Euro - viele hat sie aus Brasilien mitgebracht - liefen am besten. Einfälle muss man haben. Marion Kramer aus Schwollen hat sie. Über einen Keilrahmen hatte sie Lampenfolie bogenförmig gespannt und mit Serviettenmotiven beklebt. Die darunter montierte Lichterkette ließ daraus ein dekoratives Stück werden. Tausenderlei Hobbyarbeiten wurden in Oberkirchen angeboten. Allerdings blieben die Umsätze vielfach bescheiden. Ein Besucher fasste die Gründe so zusammen: "Es wird weniger gekauft als früher, weil die Leute eingedeckt sind. Viele kommen nur zum Schauen und Plaudern". gtr

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