Historischer Schulsaal in Oberkrichen neu gestaltet

Saal neu gestaltet : Noch mehr Raum für Veranstaltungen

Heimat- und Verkehrsverein Weiselberg hat die alte Schule in Oberkirchen renoviert. Der Schulsaal wurde vorgestellt.

Der Heimat- und Verkehrsverein Weiselberg hat sich mit seinem Projekt „Innenraumgestaltung des historischen Schulsaales und des Kartenraumes in der ehemaligen Schule in Oberkirchen“ beim Bundesmodellvorhaben Land(Auf)Schwung erfolgreich beworben und konnte nun die neu gestalteten Räumlichkeiten der Öffentlichkeit präsentieren. Landrat Udo Recktenwald (CDU) übergab einen symbolischen Scheck in Höhe von 33 302 Euro für die Finanzierung.

Insgesamt hat das Projekt 42 582 Euro gekostet. Den verbleibenden Rest von 9 280 Euro hat der Heimat- und Verkehrsverein selbst gestemmt. Ende 2017 hat der Verein im ehemaligen Schulgebäude das Café Edelstein vorgestellt. Zehn Tische und 40 Stühle konnten in den Räumen des Edelsteinmuseums untergebracht werden. Das Café etablierte sich recht bald als Kommunikationspunkt der Dorfbevölkerung, wie der Vorsitzende des Vereins, Erwin Raddatz, erklärte. Das Konzept sah außerdem vor, sonntags den Vereinen und Clubs des Dorfes die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Dadurch sollte der Kontakt der Vereine zur Bevölkerung verbessert und Möglichkeiten zur Generierung finanzieller Mittel durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen geschaffen werden.

„Nach gut einem Jahr können wir sagen, dass unser Konzept voll aufgegangen ist“, so der Vorsitzende. Viele Vereine wie beispielsweise das Ballett der Oberkirchener Karnevalsgesellschaft (OKG), der DRK-Ortsverein, der Gospelchor, verschiedene Jahrgänge, die Freie Wählergemeinschaft, der Modellbauclub Freisen und die Gudd Zweck UG haben das Angebot angenommen. Hinzu kamen verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel Sitzungen der Arbeitsgruppe Energiedorf Oberkirchen, Vorträge über Energieeinsparungen verschiedener Firmen, Informationsveranstaltungen zur Gesundheitsvorsorge und vieles mehr. Regelmäßig kommen die Skatbrüder zum Spiel. „Einige Jahrgänge treffen sich regelmäßig unter der Woche bei uns und mehrere Privatpersonen haben im Café Geburtstag oder Kommunion gefeiert. Im Sommer wurde jeden Dienstag im Außenbereich das Nachbarschaftsgrillen veranstaltet. Aufgrund des großen Erfolges und der regen Nachfrage soll das Grillen bis zum Jahresende als Weihnachtsgrillen beibehalten werden.“

Um der gestiegenen Nachfrage gerecht werden zu können, hat der Verein nun den alten Schulsaal und den Kartenraum renoviert und neugestaltet. Dazu musste der alte Dielenboden komplett überarbeitet werden, ebenso wie die alten Türen, die noch aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert stammen.

Im Wandschrank wurde die moderne Technik installiert und so verfügt der Raum jetzt über einen Beamer mit einer großen Leinwand, eine Mikrofonanlage sowie Radio und DVD in Stereo-Qualität. Rund um den Saal zieht sich eine galeriefähige, beleuchtbare Bilderleiste, sodass auch Ausstellungen möglich sind. Der Einsatz von Klapptischen und Stapelstühlen sorgt für eine größtmögliche Flexibilität bei der Bestuhlung und eröffnet viele Möglichkeiten der Raumaufteilung für die unterschiedlichsten Zwecke. Im benachbarten ehemaligen Kartenraum ist die Dorfchronik untergebracht und wird nach und nach digitalisiert.