Grügelborn hat überzeugt

St. Wendel. Vor dem Hintergrund der negativen demografischen Entwicklung stärkt der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" den ländlichen Raum und macht die Dörfer überlebensfähig. Dieser Auffassung ist der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald

St. Wendel. Vor dem Hintergrund der negativen demografischen Entwicklung stärkt der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" den ländlichen Raum und macht die Dörfer überlebensfähig. Dieser Auffassung ist der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald. Bei der Übergabe der Urkunden an die 22 Orte, die sich dieses Jahr an dem Wettbewerb beteiligt haben, sagte der Verwaltungschef: "Unsere Dörfer haben bewiesen, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt und deshalb eine Zukunft haben." Repräsentanten aus fast allen Orten, die bei dem Wettbewerb mitgemacht und sich im September den kritischen Augen der Bewertungskommission gestellt hatten, waren zur Abschlussveranstaltung in den großen Sitzungssaal des Landratsamtes gekommen. Unter ihnen war die fast komplette Mannschaft der Köhler und Köhlerfrauen aus Walhausen. Bevor die Auszeichnungen überreicht wurden, sahen sich die Gäste eine Bilderserie über die Dörfer an. Über den Kreissieger Grügelborn, der im nächsten Jahr am Landeswettbewerb teilnehmen darf, sagte Landrat Recktenwald: "Der Ort hat mit seiner lebendig agierenden Dorfgemeinschaft die Kommission voll überzeugt." Der funktionale Zusammenhalt der Bürger und das ehrenamtliche Engagement seien in Grügelborn vorbildlich. Besonders beeindruckt war die Kommission von dem attraktiven Kommunikationsplatz vor der Kirche, den vielen entsiegelten Flächen im Ort, dem jetzt vom Obst- und Gartenbauverein genutzten renovierten ehemaligen Stierstall und von der bewundernswerten Zusammenarbeit der Vereine. Hervorragende Leistungen wurden Hasborn-Dautweiler und Scheuern attestiert. Hasborn punktete durch viele wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aktivitäten. Bau- und Grüngestaltung und der behutsame Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz waren bedeutende Merkmale, die bei der Bewertung in die Waagschale fielen. Scheuern mit seinem dörflichen Charakter hat unter anderem das bestens funktionierende Projekt "Interkommunale Dorfentwicklung" mit seinen Arbeitsgemeinschaften Jugend, Natur und Senioren vorzuweisen. Walhausen bekam einen Sonderpreis für die dörfliche Traditionspflege. Bei den Köhlertagen im August und September hatte die Arbeitsgemeinschaft der Vereine optimal gearbeitet. Ebenfalls einen Sonderpreis bekam Türkismühle. Dort ist die Gesamtschule auf vielfältige Weise in die sozialen und kulturellen Aktivitäten des Ortes eingebunden. Thomas Gebel, Mitglied der Bewertungskommission, will den Dörfern noch vor Weihnachten Hinweise geben, was der Kommission nicht gefallen hat, damit an den Negativpunkten gearbeitet werden könne. Wenn im Jahre 2011 der nächste Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf Kreisebene läuft, will sich, so Gebel, die Kommission bei den Besichtigungen etwas mehr Zeit lassen.

Auf einen BlickDie Bewertungen der Kommission für die 22 Dörfer im Landkreis: Kreissieger: Grügelborn. Hervorragend: Hasborn-Dautweiler, Scheuern. Sehr gut: Berschweiler, Bierfeld, Dörrenbach, Eisen, Eitzweiler, Furschweiler, Gonnesweiler, Hoof, Mosberg-Richweiler, Osterbrücken, Walhausen. Gut: Alsweiler, Gehweiler, Haupersweiler, Leitersweiler, Namborn-Heisterberg, Oberlinxweiler, Türkismühle, Winterbach. Sonderpreise: Türkismühle, Walhausen. gtr