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Gemeinderat Freisen will das Kolpinghaus erhalten

Kostenpflichtiger Inhalt: Gemeinderat Freisen : Gemeinde will das Kolpinghaus erhalten

Der Freisener Rat stimmte am Donnerstagabend einmütig für einen Zuschuss an die katholische Kirchengemeinde.

Corona wirkt sich auch auf den Freisener Gemeinderat aus. Wie Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD) in der jüngsten Sitzung am Donnerstagabend mitteilte, fehlten zwei Mitglieder. Sie seien aus einem Risikogebiet zurückgekehrt und in freiwilliger Quarantäne. Und noch etwas war so nicht vorgesehen: Außerplanmäßig kam noch ein weiteres Thema auf die bereits 24 Punkte umfassende Tagesordnung: die finanzielle Unterstützung der Kirchengemeinde für die Bewirtschaftung des Freisener Kolpinghauses.

Einstimmig segnete der Gemeinderat den Vorschlag ab, 30 Prozent der Bewirtschaftungskosten, aber maximal 4500 Euro, zu übernehmen. Und das ab 1. April. Laut Scheer fallen im Jahr 12 000 bis 15 000 Euro an, damit das Kolpinghaus weiter erhalten werden kann. Und eben das sei oberstes Ziel, betonte der Rathauschef. Der auch im Namen von Pastor Hanno Schmitt spreche. „Er ist bestrebt, das Haus den Bürgern zu überlassen.“ Aber im Haushalt der Kirchengemeinde klaffe in Bezug auf dieses Gebäude ein „riesiges Defizit“.

Knackpunkt in der ganzen Sache sei die Tatsache, dass das Kolpinghaus zwar immer schon „als Dorfgemeinschaftshaus betrachtet wurde“, aber nach aktuellem Stand nicht genug genutzt werde. Die wenigen Hochzeiten und Beerdigungen reichten einfach nicht aus, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Daher appelliert Scheer an die Vereine, ihre Veranstaltungen doch dort abzuhalten. „Es liegt jetzt an uns, ob das dörfliche Leben dort aufrechterhalten wird.“ Zuletzt hatte der Freisener Karnevalverein beschlossen, seine Kappensitzung nicht mehr dort abzuhalten (wir berichteten).

Die Unterstützung seitens der Gemeinde gelte bis Ende des Jahres, sagt Scheer. „Dann werden wir sehen, was zu tun ist.“ Freisens Ortsvorsteher Matthias Bottelberger, der der Sitzung als Gast beiwohnte, bewertete den Beschluss des Gemeinderates positiv: „Das ist ein gutes Zeichen. Es ist wichtig, dass wir das Kolpinghaus erhalten.“

Freisens Bürgermeister Karl-Josef Scheer. Foto: B & K/Franz Rudolf Klos

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