Freisens freier Fall

Fußball-Verbandsligist FC Freisen hat seine Durstrecke auf sechs Partien ohne Sieg ausgebaut. Am Samstag unterlag der Neuling zu Hause der SG Ballweiler mit 0:2. Als Tabellenzehnter ist der ehemalige Spitzenreiter nur noch sechs Punkte vom letzten Platz weg.

Der furios in die Spielrunde der Fußball-Verbandsliga Nordost gestartete Aufsteiger FC Freisen muss sich nach der 0:2-Heimschlappe am Samstag gegen die SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim auf eine neue Situation einstellen. "Ab jetzt heißt es für uns Abstiegskampf", resümierte Trainer Christian Schübelin nach der sechsten Partie in Serie ohne Sieg realistisch. Nur noch fünf Zähler trennen den Liga-Zehnten von Rang 14, dem ersten Abstiegsplatz, nur noch sechs vom letzten Rang.

Sechs Chancen, kein Tor

Besonders ärgerlich war die Niederlage gegen Ballweiler, weil Freisen eigentlich die bessere Mannschaft war: Ohne den verletzten Stammspieler Sebastian Schad (Knochenhaut-Entzündung) ließ der FCF schon in der zweiten Spielminute eine Großchance zur 1:0-Führung aus. Doch Angreifer Patrick Clos kam in einer Eins-gegen-eins-Situation nicht an Gäste-Torwart Tim Christiansen vorbei. Im Gegenzug klärte zunächst Freisens Abwehrspieler Dominic Schübelin auf der Torlinie, ehe Clos mit einem Schuss abermals an Christiansen (4. Minute) scheiterte.

"Der Treffer zum 0:1-Rückstand war symptomatisch für unsere momentane Verfassung", meinte der Trainer. Bei einer Rechtsflanke fehlte die Kommunikation zwischen Torwart Erik Knibbe und seinen Vorderleuten. Innenverteidiger Dominic Schübelin ging zum Ball - doch die Kugel landete zum 0:1 (29. Minute) im eigenen Kasten. Bis zum Seitenwechsel lief darauf bei Freisen nichts mehr zusammen.

Dafür aber nach der Pause: Direkt nach Wiederbeginn legte Janis Weingarth den Ball für Tobias Schad auf, dessen Schuss Christiansen aber zur Ecke abwehren konnte. Im Anschluss an die Ecke kratzte ein SG-Spieler den Kopfball von Tobias Schad auf der Torlinie weg (46. Minute). "Wir hatten sechs gute Torchancen, aber uns fehlt vorm Tor derzeit einfach der entscheidende Tick", begründete Trainer Schübelin, warum sein Team seit drei Spielen kein Tor erzielt hat.

Schad trifft nur die Latte

Weitere Angriffsbemühungen der Freisener verpufften früh, weil die abgezockten Gäste das Spiel im Mittelfeld erstickten und im Angriff der Ex-Drittligaspieler des FC Bayern München , Nazif Hajdarovic, clever den Ball behauptete. "Wir konnten keinen richtigen Druck mehr entfalten", haderte der FCF-Trainer. In der 65. Spielminute sanken die Hoffnungen auf wenigstens einen Zähler dann gen Nullpunkt. Ballweiler nutzte in einem Konter die Spielfeldbreite. Sascha Meyer bekam einen Querpass - und sein Distanzschuss passte zum 2:0-Endstand. Pech für Freisen : Fünf Minuten vor Schluss traf Tobias Schad nur die Querlatte. Schübelin: "Über das Ergebnis sind wir riesig enttäuscht." Am kommenden Sonntag, 14.30 Uhr, empfängt der FCF den Saarlandliga-Absteiger und Tabellenzweiten SV Preußen Merchweiler.