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Frauenfastnacht wurde in Grügelborn gefeiert

Kappensitzung : Grügelborn Fastnachtsfrauen erbeuteten jede Menge Applaus

Tänze, Sketche, Vorträge und Lieder – mit dieser Mischung ging die Kappensitzung am Fetten Donnerstag an den Start.

Das war kaum zu toppen: Närrische Weiber und tanzende Typen in bester Partystimmung leiferten am Fetten Donnerstag in der Grügelborner Mehrzweckhalle einen Publikumserfolg nach Maß ab. Die katholische Frauengemeinschaft präsentierte ein Programm aus Sketchen, Vorträgen, Tänzen und Liedern. Angezettelt wurde die Sause von neun Putzfrauen aus dem Dorf. „Das bisschen Haushalt“ verrichteten die zunächst mit links und massierten sich nach getanem Job mit der Toilettenbürste. Aus Furschweiler, besser aus dessen Unterwasserwelt, tauchten die Diamond Girls mit einem wunderschönen Tanz auf.

Es war schon krass, wie Susanne und Petra im Zug über ihre verflossene Liebhaberschar herzogen. „Polen und Indianer wären die besten Liebhaber“, hat Tusnellda Susanne gelesen. Ihre Freundin Petra würde beide gern mal ausprobieren. An der Endstation gab sich der zuvor schlafende Nachbar im Abteil als Winnetou Koslowski zu erkennen. Dumm gelaufen für die abgetakelten Tussen. Nicht nur Oma Christel hat ihre Probleme mit Enkel Marlon. Auch die Kirchenmänner Hanno Schmitt und Peter Schwan. Während eines Gottesdiensts löste  der zwölfjährige Messdiener durch Manipulation des Weihrauchfässchens und anschließendem zu heftigen Schwenken einen Rettungseinsatz der Feuerwehr in der Kirche. aus. Scheich Abdul (Katja Gierend) sagte verzückt, bislang hätte er alle 20 Haremsdamen beglückt. Suleika (Sylvia Loch) konterte: „Die im Harem konnten das nicht sehen, dein Mini-Scheich will schon lange nicht mehr stehen.“

Die Schnauze voll von dem Sauwetter in Baltersweiler hatte das Männerballett „die Wuschde“. Die Typen schmissen die Klamotten in die Ecke und tanzten im Hawaiilook zu den Songs „Sommer, Sonne, Sonnenschein“, „Ey, ab in den Süden“ und „Walking on sunshine“. „Je später der Abend, desto schöner die Männer“, spielte Ansagerin Petra Ohlmann auf die appetitlich durchtrainierten Körper der Tänzer an.

Gleich eine ganze Schar von Bankräuberinnen (Tanzgruppe „Die Sahneschnittchen“) hatte sich unterdessen Zutritt zum Tresorraum verschafft und warf sich die Geldsäcke zu. Mit dem Ertönen einer Polizeisirene suchten sie wieder das Weite.

Mailand, Paris, London und nun Grügelborn, extravaganter kann eine Modenschau nicht mehr gestaltet werden. Traumhafte Topmodels präsentierten exklusive Sackmode aus Leinen der Kollektion Biotonne. Die Yogamädels wurden sicherheitshalber von ihren Schattenmännern Machmut und Ibrahim begleitet. Ein Paar lieferte noch einen Bericht über ihre Flitterwochen ab und Katja Gierends Diätversuche scheiterten selbstredend. Als Putzfrauen waren die Grügelborner Frauen in die Show gestartet, im Pandabären-Kostüm schlichen sie am Ende davon.