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Fotoclub Tele Freisen hielt Clubabend online ab

Fotografie in Freisen : Fotoclub Tele Freisen geht online

Ein bisschen Vereinsalltag in Corona-Zeiten: Über ein spezielles Programm wurden beim Club-Abend Bilder bewertet.

Seit mehr als zwei Monaten legt Corona das Vereinsleben lahm. Auch das des Fotoclubs Tele Freisen. Club-Abende, gemeinsame Foto-Exkursionen, Bildbesprechungen und vieles mehr sind der Kontaktsperre zum Opfer gefallen.

Um das gemeinsame Erleben  nicht ganz aufgeben zu müssen, haben sich die beiden Vorsitzenden Steffen Klos und Jannik Scheer für die Mitglieder etwas überlegt: Online-Videokonferenzen sollen den Clubmitgliedern wieder den Austausch über ihr Hobby ermöglichen und etwas über den Verlust der Kontakte mit den anderen Clubmitgliedern hinweg helfen.

So machten sich die beiden Vereinschefs auf die Suche nach einer geeigneten Plattform. Diese sollte stabil, einfach zu bedienen sein und keine Programmdownloads erfordern. Nach längerem Suchen wurden die beiden fündig, erste Tests in kleinem Kreise begannen. Gemeinsam mit anderen Vorstandskollegen testeten sie die Online-Schaltung des Monitors des Administrators und Gespräche zwischen den Teilnehmern. Mit Hilfe eingebauter Kameras konnte jeder die anderen Teilnehmer auf seinem Monitor sehen.

Den ersten Härtetest bestand die neue Form eines Club-Abends mit der Jugendgruppe des Fotoclubs. Die jugendlichen Mitglieder fanden das Medium cool und waren von dem neuen Medium begeistert, berichtet der Verein. Doch die eigentliche Feuertaufe sollte noch folgen: Der erste Online-Club-Abend mit aktiven Mitgliedern zur Besprechung der Fotos, die zum Wettbewerb „Bild des Monats“ der Saarbrücker Zeitung eingereicht worden waren. 17 Fotos wurden clubintern zum Thema „Bewegung“ abgegeben. Die Fotos selbst wurden vorab den Clubmitgliedern auf einer Internet-Plattform zur Jurierung zur Verfügung gestellt. Die Abstimmung selbst erfolgte dann mit Hilfe von Stimmzetteln, die per Mail an eine Sammeladresse des Fotoclubs geschickt wurden. Am Clubabend  sollten dann die Mitglieder die Bilder besprechen und die Platzierungen der Clubwertung festlegen. In der Spitze nahmen 15 aktive Mitglieder an der Besprechung der Wettbewerbsfotos teil. Unter der Administration des stellvertretenden  Vorsitzenden Jannik Scheer und der Moderation von Michael Dorscheid kam jeder zu Wort und konnte den anderen seine Meinung zu den eingereichten Fotos, Kritik oder Verbesserungsvorschläge mitteilen. Scheer erläuterte vorab nochmals die wichtigsten Spielregeln: „Ich schalte die Mikrofone aller Teilnehmer vorab auf stumm. Wer sprechen möchte, muss dazu die Leertaste drücken. Und bitte immer nur einer sprechen.“

Das Programm selbst erwies sich als praxistauglich. Es kam zu keinen Abstürzen oder Übertragungsproblemen, und da sich alle an die vorher vereinbarten Kommunikationsregeln hielten, wurde es ein schöner Clubabend, teilt ein Sprecher des Clubs mit. Am Ende der 90 Minuten seien alle Teilnehmer begeistert und froh gewesen, wieder einmal bekannte Gesichter gesehen und sich mit Freunden ausgetauscht zu haben, auch wenn es nur über den PC war. So zog Dagmar Utzig-Fell aus Theley zum Abschluss das Fazit: „Ich finde es toll, dass der Vorstand so etwas möglich gemacht hat und habe mich gefreut, die anderen Clubmitglieder mal wieder gesehen und gehört zu haben.“

Aufgrund des positiven Tests halten im Monat Mai die Natur- und Makrogruppe sowie die beiden Porträtgruppen des Fotoclubs weitere Club-Abende online ab, teilt der Sprecher weiter mit.

www.fctf.de