Fußball Schmidt schießt den FC Freisen zum Derby-Sieg

Freisen · Hinten dichthalten und vorne hilft Luca Schmidt – so sah am Sonntag die einfache, aber effiziente Taktik von Fußball-Verbandsligist FC Freisen aus. Denn Rückkehrer Schmidt – er kam von der SG Scheuern-Steinbach/Dörsdorf – lieferte: Beim 3:1 (2:1)-Erfolg im Derby über den FC Blau-Weiß St. Wendel erzielte der 31-jährige Angreifer vor 150 Zuschauern alle drei Tore seines Teams.

Freisens Luca Schmidt (links) im Laufduell mit St. Wendels Thorsten Elicker. Ein ums andere Mal entwischte Schmidt seinen Bewachern.

Freisens Luca Schmidt (links) im Laufduell mit St. Wendels Thorsten Elicker. Ein ums andere Mal entwischte Schmidt seinen Bewachern.

Foto: Frank Faber

„Ich bin ziemlich fertig“, schnaufte Schmidt direkt nach der Partie erst einmal durch – kein Wunder bei seinem hohen Laufpensum. St. Wendels Spielertrainer Matthias Stumpf, dessen Einsatz eine Zerrung verhinderte, konstatierte enttäuscht: „Unsere Leistung war heute nicht gut. Wir haben gewusst, dass Freisen lange Bälle auf Sebastian Schad und Luca Schmidt spielt.“ Die Tore verhindern konnte sein Team aber nicht. Gleich der erste von Steven Klos getretene lange Ball ging an Schmidts Adresse. Im Laufduell mit Matthias Thul hob er an der Strafraumgrenze den Ball über den aus seinem Tor geeilten St. Wendeler Schlussmann Levin Fuchs zum 1:0 für Freisen ins Netz (9. Minute). „Da sahen wir nicht gut aus“, haderte Stumpf, der aber kurz danach jubeln konnte: Nur zwei Minuten später foulte Marcel Therre im Strafraum St. Wendels  Quentin Dosenbach – und Daniel Bernard verwandelte den Elfmeter zum 1:1.

Anschließend bestimmte Liga-Neuling St. Wendel das Geschehen. Aber Mathis Zeyer köpfte knapp vorbei  (19.), und Freisens Schlussmann Mirko Fuchs machte sich bei einem Freistoß aus 20 Metern von Fundu Kamu ganz lang (24.). Doch Freisen war in den entscheidenden Situationen einfach cleverer. Suren Hovsepyan spielte gedankenschnell einen Freistoß zu Schmidt. Entschlossen, mit viel Kraft und Fußball-Kunst verlud der drei Gegenspieler und knallte den Ball aus 14 Metern hoch zum 2:1 ins Tor (39.).

Auch nach dem Seitenwechsel hatte St. Wendel mehr Ballbesitz, ohne jedoch zielführend zu sein. Nach 65 Minuten nahm es Schmidt erneut mit drei Gegenspielern auf, lief mit dem Ball in Richtung Grundlinie – und fiel. Schiedsrichter Lukas Rohn pfiff sofort – und Schmidt versenkte den Strafstoß zum 3:1-Endstand.

Der Sieg sei wichtig für den weiteren Saisonverlauf, fand Schmidt: „Durch die Punkte können wir zum Mittelfeld aufschließen, deshalb war der Dreier Pflicht.“ Freisen ist mit sechs Punkten Elfter, St. Wendel (fünf Punkte) fiel auf Platz 14 zurück. Der FCF spielt am Sonntag, 15.30 Uhr, beim Vorletzten SG Thalexweiler-Aschbach, St. Wendel um 15 Uhr beim punktgleichen SV Bildstock.

Pech hatte die  SG Nohfelden-Wolfersweiler.  In der 80. Minute musste der Neuling und Tabellenachte das 0:1 beim SV Furpach durch Sebastian Schmitt hinnehmen. „Ein Fehler von uns wurde bitter bestraft“, meinte Trainer Caligero Bonsignore. Am Sonntag um 16.45 Uhr empfängt die SG den SV Rohrbach. Der VfL Theley verlor seine Partie bei der SG Schiffweiler-Landsweiler mit 1:3 (0:2). Pech: Nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Lars Weber (56.) traf Patrick Clos nur die Latte. Mit sieben Punkten belegt der VfB Tabellenplatz sechs und empfängt am Samstag um 16.30 Uhr den SV Furpach.