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Eitzweiler soll nun auch ans moderne LTE-Netz angeschlossen werden

Versorgungslücke schließen : Ein Ende des Lebens im Funkloch ist in Sichtweite

Der Freisener Ortsteil Eitzweiler ist ob seiner Tallage ein weißer Fleck auf der Mobilfunk-Karte – noch.

Gutes Mobilfunknetz und ländlicher Raum – das passt längst noch nicht immer zusammen. Das wissen insbesondere auch die Menschen in Eitzweiler. Der Freisener Ortsteil liegt in einem Tal. Rundherum sind Berge. Ähnlich sah es vor gar nicht allzu langer Zeit auch im Ortsteil Grügelborn aus. Doch dort wurde die Versorgungslücke bereits geschlossen. „Für die etwa 900 Bewohner und Gäste im Ortsteil Grügelborn ist das Leben im Funkloch seit Ende November 2019 vorbei. Der Anbieter Vodafone hat mit der Inbetriebnahme einer Mobilfunkstation die Versorgung mit der mobilen Breitbandtechnologie LTE gestartet“, erklärte Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD) im vergangenen Jahr.

LTE steht für den englischen Begriff „Long Term Evolution“ (langfristige Entwicklung) und ist die vierte Handynetz-Generation. „LTE ermöglicht den Bürgern Breitbandinternet auf dem Smartphone und Handygespräche in kristallklarer Qualität. Für Betriebe bringt die LTE-Versorgung eine signifikante Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit“, erläutert Scheer.

Für vier Ortsteile im ländlichen Raum, die noch nicht mit der LTE versorgt sind, hat die Staatskanzlei des Saarlandes jetzt eine konkrete Versorgungsperspektive geschaffen. Die vier Ortsteile Tettingen-Butzdorf-Wochern (Perl), Nohn (Mettlach), Fürweiler (Rehlingen-Siersburg) und Eitzweiler (Freisen) sollen nach einer Mitteilung der saarländischen Landesregierung bis Ende 2022 mit neuen Mobilfunkmasten an das LTE-Netz angeschlossen werden.

„Die Bemühungen unseres Ortsrates sind wohl von Erfolg gekrönt worden. Die Schließung der Versorgungslücke im Mobilfunk scheint damit in greifbarer Nähe“, so Eitzweilers Ortsvorsteher Gerald Linn. Jetzt gelte es, sich auf einen Standort für den Mobilfunkmast zu verständigen. Dann wäre Eitzweiler mobilfunkmäßig an das „Hochgeschwindigkeitsnetz“ angeschlossen und super versorgt, so Linn. Eine Anfrage von Vodafone über die Errichtung einer Mobilfunkanlage für die beiden Ortsteile Asweiler und Eitzweiler liege aktuell vor, teilt Scheer mit.