Eine einzigartige Kulisse

Oberkirchen. Eine heimelige Stimmung breitete sich am Samstag und Sonntag im Oberkircher Volkshaus aus. Dort hatten sich 19 Aussteller zur Hobbyschau eingefunden. Der Bummel entlang der wunderschönen Auslagen machte so richtig Spaß, denn die angebotenen großen und kleinen Dekorationen und Geschenke boten eine einzigartige Kulisse

Oberkirchen. Eine heimelige Stimmung breitete sich am Samstag und Sonntag im Oberkircher Volkshaus aus. Dort hatten sich 19 Aussteller zur Hobbyschau eingefunden. Der Bummel entlang der wunderschönen Auslagen machte so richtig Spaß, denn die angebotenen großen und kleinen Dekorationen und Geschenke boten eine einzigartige Kulisse. Nicht zuletzt auch deswegen, weil Advent und Weihnachten vor der Türe stehen. Viele Hobbyartikel übten eine geradezu faszinierende Wirkung auf die Besucher aus. Magisch angezogen wurden die Besucher von den Sofas, die Elvira Kuhn aus Eppelborn in großer Zahl gemacht hatte. Für sechs Euro waren sie fast geschenkt. Boxen, in denen vorher Papiertaschentücher steckten, hatte sie mit Stoff überzogen, zwei Kissen dazu genäht und echte Schmuckstücke entstehen lassen. Viel Aufmerksamkeit weckte Friedrich Mark aus Stennweiler mit seinen Holzfiguren. Religiöse und weltliche Motive standen dicht beieinander, zum Beispiel der "Rote Teufel vom Betzenberg" in braunem Holz neben der Muttergottes. "Die vertragen sich aber ganz gut", lachte der Hobbykünstler. Großartige Dekorationsstücke hatte sich Petra Fasching, die schon viele Jahre diese Ausstellung beschickt, einfallen lassen. Diesmal war es Tischschmuck aus Weiden, der mit Kugeln, kleinen Figuren und Glitzerwerk verziert war. Daneben lagen große und kleine Kugeln aus Styropor. Sie hatte sie mit Rinden, Nussschalen, Zapfen, Holzteilchen und Moos beklebt. Christrosen und Weihnachtssterne als Tischdekoration liefen bei Gudrun Kessler am besten. Auch hübsche Verpackungen für Geldgeschenke hatte sie in großer Fülle ausgelegt. "In jede Verpackung gehen bis zu 1000 Euro, das habe ich ausprobiert", versicherte humorvoll die Mettweilerin. Gerhard Stillenmunkes wartete mit einem 3000 Jahre alten Kunsthandwerk auf: mit der Wachsmalerei, auch Encaustik genannt. "In der Antike hatten die Menschen natürlich kein Bügeleisen, wie ich es heute habe. Sie malten mit heißgemachten Steinen", sagte der Bexbacher Künstler. Einen Stand auf der Bühne hatte auch Gustav Hauer aus Siesbach. Aus Erlen-, Eichen- und Buchenholz waren wunderbare Sachen entstanden, die es sonstwo kaum gibt. Darunter waren Sparbücher aus Holz, Käseecken mit Löchern für Geldscheine und kleine Puppenwagen, die man zur Geburt oder zur Taufe verschenken kann. Dagmar Müller aus Freisen war stolz auf ihre neuesten Kreationen, nämlich Brandmalereien. Außerdem verkaufte sie Adventskränze aus Holz, die sie mit Engelchen, Zapfen, Schlitten und Teelichtern verziert hatte und die jedes Jahr neu aufgestellt werden können. Geschenke und Mitbringsel wurden im Volkshaus in reicher Auswahl angeboten: bunte Fensterbilder, selbst gemachte Weihnachtspost, Stofftaschen, Schmuck, Stricksachen, Seifen, Honig und Puppenkleider. Es gab kaum jemand, der an den 19 Tischen nichts fand. gtr