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Eine eigene Gebetsstätte vor Ort

Eine eigene Gebetsstätte vor Ort

Haupersweiler. Eine Kapelle im Dorf, das war seit Jahren das Anliegen der Haupersweiler Bevölkerung. Zwar besuchten die Katholiken regelmäßig die Gottesdienste in der Oberkircher Pfarrkirche. Aber eine Gebetsstätte direkt vor Ort zu haben - dieser Wunsch bestand schon lange. Deshalb gründete sich im Jahr 1992 der Kapellenverein, dem auf Anhieb viele Bürger beitraten

Haupersweiler. Eine Kapelle im Dorf, das war seit Jahren das Anliegen der Haupersweiler Bevölkerung. Zwar besuchten die Katholiken regelmäßig die Gottesdienste in der Oberkircher Pfarrkirche. Aber eine Gebetsstätte direkt vor Ort zu haben - dieser Wunsch bestand schon lange. Deshalb gründete sich im Jahr 1992 der Kapellenverein, dem auf Anhieb viele Bürger beitraten. Schon ein Jahr später konnte der Grundstein für das kleine Gotteshaus gelegt werden. Die Arbeiten schritten so gut voran, dass es Pastor Hanno Schmitt schon 1994 einsegnen konnte. Die Kapelle erhielt zunächst den Namen Friedenskapelle. Noch im gleichen Jahr kam die Josefsglocke in den Turm. Eine Familie stiftete eine Marienfigur. 1995 kam eine Statue des heiligen Nikolaus von Flue hinzu. Seit die Kapelle fertiggestellt ist, gibt es kaum einen Tag, an dem keine Beter kommen. So entschloss sich der Kapellenverein 1997, einen Kreuzweg anzuschaffen und die Stationen entlang eines nahe gelegenen Waldweges aufzustellen. Nachdem im Jahr 2004 in der Kapelle auch eine Hubertusfigur aufgestellt worden war, erhielt das Gotteshaus die Bezeichnung Hubertuskapelle. Der Name wurde deshalb gewählt, weil der Ortsname Haupersweiler mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Namen Hubertus ("Hubertusweiler") zurückgeht. Die Vorstandsmitglieder des Kapellenvereins pflegen und schmücken die Kapelle und ihr schönes Umfeld. Kürzlich haben drei Ortsvereine drei neue Bänke für die Brunnenanlage gestiftet. Um die Kreuzwegstationen kümmern sich auch einige Bürger, die Pflegepatenschaften dafür übernommen haben. Wie dankbar die Bevölkerung für ihre Kapelle ist, zeigt sich an dem regen christlichen Leben, welches das ganze Jahr über hier herrscht. Immer zur Weihnachtszeit wird eine Krippe aufgebaut. Am Heiligen Abend stimmt der Musikverein die Gläubigen mit Liedern auf das Fest ein. In der Fastenzeit werden Kreuzwegandachten gehalten. Einmal im Monat feiert Pastor Hanno Schmitt mit den Haupersweilern in der Kapelle die heilige Messe. Regelmäßig trifft sich die Gemeinde auch zu Friedens- und Rosenkranzgebeten. Die Vereinsvorsitzende Anne Schaadt ist froh darüber, dass die Hubertuskapelle so gut angenommen wird. "Sie ist ein Ort der Gottesbegegnung, des Friedens, der Ruhe und der Besinnung."Am kommenden Sonntag wird der 15. Geburtstag der Kapelle mit einer heiligen Messe um 14.30 Uhr gefeiert. Der Oberkircher Kirchenchor und der Haupersweiler Musikverein werden mitwirken. Anschließend treffen sich die Gläubigen im Vereinshaus zum gemütlichen Beisammensein.