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Ein Haus für den Weihnachtsmann

Ein Haus für den Weihnachtsmann

Reitscheid. Schon um 3.30 Uhr rauchte am Samstagmorgen der Kamin in dem alten Reitscheider Bauernhaus. Dort war um diese Zeit Aloys Schaadt zugange. Er hatte den Backofen angeheizt, um Brot für den Weihnachtsmarkt zu backen. "50 Laibe sind es geworden", erzählte der Hobbybäcker, "feines ,Reitscheider Brot' nach einem besonderen Rezept

Reitscheid. Schon um 3.30 Uhr rauchte am Samstagmorgen der Kamin in dem alten Reitscheider Bauernhaus. Dort war um diese Zeit Aloys Schaadt zugange. Er hatte den Backofen angeheizt, um Brot für den Weihnachtsmarkt zu backen. "50 Laibe sind es geworden", erzählte der Hobbybäcker, "feines ,Reitscheider Brot' nach einem besonderen Rezept." Nachdem er das runde Brot aus dem Ofen geholt hatte nutzte Beate Schaadt die noch vorhandene 200-Grad-Hitze, um zwölf Christstollen zu backen. Den Teig mit Rosinen, Mandeln und Marzipan hatte sie mit einigen Helferinnen schon freitags zubereitet. Über Nacht ruhte der Teig nach alter Vorschrift. Viele Backstunden gingen also dem Weihnachtsmarkt voraus, der am Samstag und Sonntag in dem Bauernhaus abgehalten wurde. Fast alle Stuben und Räume wurden dafür genutzt. Während in der noch komplett eingerichteten bäuerlichen Wohnstube die Christstollen auf dem Tisch dufteten, verkaufte der Wanderverein nebenan Wintertee und Sekt mit Heidelbeerlikör. Im ehemaligen Stall brutzelten die Messdiener samstags mehrere leckere Lyonerpfannen. Sonntags lockte dort der Geruch süßer Waffeln die Gäste zum Probieren. Glühwein und Kakao schenkte der Ortsrat in der Scheune aus. So richtig gemütlich ging es auch beim Umtrunk in dem alten Gewölbekeller zu. Um für einen größeren Besucherstrom gerüstet zu sein, war der Heuschober im ersten Stock mit Tischen und Bänken ausgestattet worden. Ein großes Angebot, wie man es von anderen Weihnachtsmärkten kennt, gab es in Reitscheid aber nicht. Das hatten die Besucher auch nicht erwartet, weil das Bauernhaus nur beschränkt Platz bietet. Weihnachtstypische Dinge wurden aber trotzdem angeboten: Kerzen, Zimtwaffeln, Bauernbrot, Christstollen, verschiedene Teesorten, selbst gestrickte Socken, außerdem Fanartikel für Fußballfreunde, die gut auf den Gabentisch passen. Als am Samstagabend der Weihnachtsmann (Reiner Werth) in das Weihnachtshaus kam, war die Freude bei den Kindern groß, vor allem über die süßen Gaben, die er ihnen schenkte.Reitscheids Ortsvorsteher Sascha Alles fand den Markt rundum gelungen: "Der Ortsrat und die Vereine haben auch diesmal sehr gut Hand in Hand gearbeitet." Der nächste Weihnachtsmarkt steht erst wieder in zwei Jahren im Kalender. 2009 wird dafür ein Dorffest organisiert. gtr