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Ein Hauch von Frühling in der Festhalle

Ein Hauch von Frühling in der Festhalle

Oberkirchen. Die Vielfalt der kunsthandwerklichen Fähigkeiten, die die 26 Aussteller am Samstag und Sonntag in der Oberkircher Festhalle an den Tag legten, war fast schon unendlich. Einen Schwerpunkt bildete die Frühlings- und Osterzeit, die die Hobbykünstler zu vielen ausgefallenen Ideen inspirierte

Oberkirchen. Die Vielfalt der kunsthandwerklichen Fähigkeiten, die die 26 Aussteller am Samstag und Sonntag in der Oberkircher Festhalle an den Tag legten, war fast schon unendlich. Einen Schwerpunkt bildete die Frühlings- und Osterzeit, die die Hobbykünstler zu vielen ausgefallenen Ideen inspirierte. So hatte Petra Fasching aus Oberkirchen Blätter des Kokosnussbaumes, die wie kleine Schiffe aussehen, mit Moos, Blüten, Schmetterlingen und Ostereiern dekorativ gefüllt. Neu im Angebot hatte Horst Knaul aus Horschbach Hasen aus Nadelfilz, die als Eierwärmer verwendet werden können. Die vor Jahren einmal ganz modernen, bemalten Ostereier aus Blech feierten an seinem Stand eine Auferstehung. "Die Eier eignen sich gut, um zu Ostern Geldscheine darin zu verstecken", lachte der Hobbykünstler froh gelaunt.Erstmals stellte in Oberkirchen Kristyn Jones aus Ramstein ihre Patchworkarbeiten aus. Frohe Gesichter machten ihre mit Watte gefüllten Stoffkatzen, denen sie Knöpfe als Augen aufgenäht hatte. "Mit Topflappen, die wir in der Schule häkeln gelernt haben, fing alles an", erzählte Ulrike Horne aus Steinberg-Deckenhardt. Heute fertigt sie die schönsten Handarbeiten an, die bei der Ausstellung bewundert und gekauft wurden. Nachdem Siegfried Vier aus Nohfelden berufsunfähig geworden war, beschäftigte er sich mit der Malerei. Spezialisiert hat er sich auf Aquarelle, Ölpastell- und Acrylbilder sowie Darstellungen in Mischtechnik. Bevorzugte Motive sind die aus der Toscana und alle Arten von Tierporträts, zurzeit sind es Hasen. Bilder von den Langohren wurden massenweise von ihm angeboten. Die Maus für die Mäuse hatte Carmen Ost aus Haupersweiler gebastelt. Ihre Idee ist ausgefallen: Die Maus sitzt auf der Falle, ist aber nicht darin gefangen, dafür aber der 50-Euro-Schein. Vor ihrem Stand hatte die Ausstellerin eine Kiste mit gehäkelten Kuschelfiguren stehen, für die sich besonders die Kinder interessierten. 120 Stunden brauchte Annemarie Werkle aus Niederlinxweiler, bis der Hardanger-Tischläufer fertig war, den sie in Oberkirchen ausstellte. "Bei einem solchen Hobby darf man nicht auf die Stunden sehen, die sowieso niemand bezahlen könnte", sagte die Handarbeitskünstlerin. Seit 20 Jahren widmet sie sich hauptsächlich dieser, aus Norwegen stammenden so genannten Durchbruchstickerei. Eine große Auswahl ihrer Arbeiten hatte sie auf ihrem Tisch ausgelegt. Aber nicht nur spezielle Frühlings- und Ostersachen boten die Hobbykünstler an. Es gab auch Drechselarbeiten, Keramik, Bücher, Mineralien, Stricksachen, Heutiere, Fotos, Puppenkleider und vielerlei Geschenkideen. Wer aufmerksam durch die Standreihen schlenderte, konnte kleine Körbchen mit Schokoladenostereiern zum Selbstbedienen entdecken. Der Oberkircher Ortsvorsteher Karl-Josef Scheer dankte bei der Eröffnung der Ausstellung dem ausrichtenden Heimat- und Verkehrsverein mit den Worten: "Ich finde es großartig, dass der Verein seinen Gewinn immer in Projekte für die Dorfverschönerung steckt". Sein Vorsitzender Erwin Raddatz war mit dem Verlauf der Ausstellung zufrieden. Wahrscheinlich werde sie im nächsten Jahr wieder stattfinden.