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„Ein großer Schatz für unser Dorf“

„Ein großer Schatz für unser Dorf“

Die Grenze zwischen Freisen und Eitzweiler ist eine der ältesten in der Region. Das bezeugt auch ein Stein aus dem Jahr 1731, der jetzt einen neuen Zwilling hat. Das Landesdenkmalamt fertigte ein Replikat an.

Das Replikat eines historischen Grenzsteines aus dem Jahre 1731 steht jetzt in Eitzweiler . Zur Einweihung kam auch Saar-Umweltminister Reinhold Jost (SPD ) und Freisens Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD ). Innerhalb des Leader-Programms der EU zur Entwicklung des ländlichen Raumes wurden mithilfe der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land (Kulani) von 2010 bis 2013 die historischen Grenzsteine des St. Wendeler Landes erfasst.

Für Eitzweiler wurde diese Dokumentation von Iris Seibert vom Heimatverein erstellt. Auf der Gemarkungsgrenze zwischen Eitzweiler und Freisen, die zu den ältesten der Region zählt und unter Denkmalschutz gestellt wurde, befindet sich ein besonders gut erhaltender Grenzstein. Von den ehemals 14 beschriebenen Steinen konnten noch neun aufgefunden werden.

Auf der Nord-West-Seite des betroffenen Grenzsteines ist der Wappenlöwe von Pfalz-Zweibrücken zu sehen, darüber die Jahreszahl 1731 und darunter die Buchstaben P und Z (Pfalz-Zweibrücken). Auf der Süd-Ost-Seite befindet sich das Lothringer Doppelkreuz. Auf der Oberseite ist der Verlauf der Grenzlinie eingekerbt. Der Grenzstein wurde in Sandstein ausgeführt und ist im Original etwa einen Meter lang, wovon die Hälfte über den Boden ragt.

Das Landesdenkmalamt hat ein Replikat dieses Steines angefertigt. Christoph Walisko-Schütz hat die Reproduktion des Grenzsteines vorgenommen und Iris Seibert hat den Grenzstein für die Infotafel beschrieben. Die Gemeinde Freisen übernahm die Finanzierung des Replikates, das im Foyer des Dorfgemeinschaftshauses aufgestellt wurde.
Feierstunde im Dorf

Umweltminister Reinhold Jost überreichte einen Zuwendungsbescheid für eine Akustikdecke mit Beleuchtung im kleinen Gemeinschaftsraum des Dorfgemeinschaftshauses und kündigte an, die Erweiterung des Spiel- und Festplatzes in der Etzwies zu unterstützen. Das anspruchsvolle Projekt sei in kurzer Zeit realisiert worden, betonte Bürgermeister Karl-Josef Scheer.

Sabine Linn, Vorsitzende des Heimatvereins Eitzweiler , sprach von einem großen Schatz für das kleine Dorf und war stolz auf ihre Vorgängerin im Vorsitz Iris Seibert. Musikalisch gestaltet wurde die Übergangszeremonie von der Singgruppe Eitzweiler unter der Leitung von Erich Jener. Wegen der großen Hitze war auf die vorgesehene Wanderung verzichtet worden. Der Tag endete mit einem Bürgerfest auf dem Spiel- und Festplatz.