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Ehrungen bei der IGBCE in Freisen

70 Jahre Treue : Einer für alle und alle für einen

Während eines Familienabends noch in der Vor-Corona-Zeit ehrte die IGBCE Freisen 43 Mitglieder.

Beim Familienabend der Ortsgruppe Freisen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) wurden insgesamt 43 Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt. Der Ortsgruppenvorsitzende Josef Schmidt begrüßte die Gäste im Vereinsheim in Haupersweiler und erklärte einleitend, dass die Ortsgruppe Freisen 227 Mitglieder hat, die aus drei verschiedenen Gemeinden und vierzehn verschiedenen Ortsteilen kommen.

„Einer für alle – alle für einen, so könnte man das Lebensmotto der Bergleute beschreiben“, führte Schmidt weiter aus. „Der respektvolle Umgang miteinander war ein Wert, der heutzutage in unserer Gesellschaft zu kurz kommt. Die Bergleute mit ihrer Tradition sind ein Teil einer Erinnerungskultur. Wenn wir heute acht Kollegen für 70 Jahre Treue zu unserer Gewerkschaft ehren, so ist das Ausdruck dafür, dass es eine solche Verbundenheit über eine so lange Zeit nur im Bergbau geben wird“, unterstrich er das Wertebewusstsein der Gewerkschafter. Verlässlichkeit, Kameradschaft, Solidarität, Hilfsbereitschaft und Bodenständigkeit seien Tugenden, „auf die wir Bergleute stolz sein können“.

Gewerkschaftssekretär Heiko Metzger von der Bezirksleitung der IGBCE in Saarbrücken betonte, dass es für die Gewerkschaft zu einer guten Tradition gehöre, dass Mitglieder, die der Arbeitnehmervertretung seit vielen Jahrzehnten die Treue halten, während einer Feierstunde geehrt werden. „70 Jahre Mitgliedschaft, das ist schon etwas ganz Besonderes“, führte er unter dem anerkennenden Raunen und dem Applaus der Festgesellschaft weiter aus. „Eure Verbundenheit mit unserer Organisation erfüllt uns mit Stolz.“

Die IGBCE habe in den jeweiligen Betrieben einen so hohen Organisationsgrad. was unter anderem durch das Engagement der Mitglieder, der Vertrauensleute der Ortsgruppen und der Betriebsräte begründet sei. „Ihr habt die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung mitgestaltet“, wandte er sich an die Jubilare. „Ihr habt ganz maßgeblich zur Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen in Eurem Umfeld beigetragen.“ Mit einem Blick auf die Aufgaben der Zukunft bemerkte er: „Es kann nicht sein, dass in einem Land wie der Bundesrepublik Deutschland, Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, mit dem, was sie an Rente zur Verfügung haben, nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.“