Die Lust auf Klassik geweckt

Freisen. Mit der "Sinfonietta Bulgaria" gastierte ein bulgarisches Sinfonieorchester in der Turnhalle der Erweiterten Realschule Freisen. Auf seiner Deutschlandtournee konzertierte das Orchester unter der Leitung des bulgarischen Dirigenten Viktor Ilieff in einer Teilbesetzung von 23 Musikern vor Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen

Freisen. Mit der "Sinfonietta Bulgaria" gastierte ein bulgarisches Sinfonieorchester in der Turnhalle der Erweiterten Realschule Freisen. Auf seiner Deutschlandtournee konzertierte das Orchester unter der Leitung des bulgarischen Dirigenten Viktor Ilieff in einer Teilbesetzung von 23 Musikern vor Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen. Aufgeführt wurde ein Repertoire von Komponisten der letzten Jahrzehnte. Die meisten Werke orientierten sich an traditionellen Kompositionsstilen, ohne aber auch auf zeitgenössische Stilmittel zu verzichten. Ganz besonders gefiel den jugendlichen Zuhörern dabei das Stück "Silentium" des bulgarischen Komponisten Eugeni Tchernev, das mit Zischlauten der Musiker begann, die sich dann unmerklich mit einem Klangteppich der Streicher vermischten. Jazzharmonien fanden Einzug in die vom Rhythmus dominierte "Toccata meccanistica" des deutschen Komponisten Markus Löhr. Interessant auch die "Trilogie" des Bulgaren Gary Rosch, die rhythmisch wie melodisch auf bulgarischer Folklore basierte, in der Alltags- und Landschaftsbilder tonmalerisch dargestellt wurden. Rund eineinhalb Stunden dauerte das Konzert. Der spontane, lange andauernde Beifall des jugendlichen Publikums war verdienter Lohn für die 23 Profimusiker und ihren jungen Dirigenten. In einer Nachbesprechung zeigten sich die Freisener Schülerinnen und Schüler begeistert von dem Konzert. Für viele war es der erste Kontakt mit einem Sinfonieorchester. Somit war das Ziel von Schulleiter und Musiklehrer Rolf Mohr aufgegangen, nämlich Vorurteilen gegenüber klassischer Musik entgegenzuwirken und Begeisterung für das Musizieren zu wecken. red