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Der Moderator ist der heimliche Star

Der Moderator ist der heimliche Star

Freisen. Hand in Hand und ganz in weiß gekleidet stehen alle Darsteller auf der Bühne. Sie zünden ihre Wunderkerzen an, im Publikum werden Feuerzeuge in die Höhe gestreckt. Und alle gemeinsam singen Peter Maffays "Nessaja" aus dem Musical "Tabaluga" - Gänsehaut-Atmosphäre in der Freisener Bruchwaldhalle

Freisen. Hand in Hand und ganz in weiß gekleidet stehen alle Darsteller auf der Bühne. Sie zünden ihre Wunderkerzen an, im Publikum werden Feuerzeuge in die Höhe gestreckt. Und alle gemeinsam singen Peter Maffays "Nessaja" aus dem Musical "Tabaluga" - Gänsehaut-Atmosphäre in der Freisener Bruchwaldhalle. Mit dieser Zugabe setzen die Darsteller von "Musical Magics" am Abend des vergangenen Freitags eindrucksvoll einen Schlusspunkt unter eine etwa dreistündige, überaus imposante Show.Lieder aus zehn Musicals hatte das Team um Michael Thinnes, der die Gesamtleitung hatte, einstudiert, darunter Titel aus Klassikern wie "Das Phantom der Oper" oder "Grease", aber auch aus den neuesten Musicals, die Deutschland zu bieten hat - aus "Tarzan", "Ich will Spaß", "Ich war noch niemals in New York" und "Wicked". Und immer wieder ist es der Chef selbst, der begeistert. Vor allem seine Darbietung als Dr. Jekyll beeindruckt. Bei "Dies ist die Stunde" trifft Thinnes jeden Ton und wirkt auch schauspielerisch durchaus überzeugend. Auch als "Phantom der Oper" macht er eine gute Figur. Ein Unterschied zu dem Profi an seiner Seite ist nicht zu hören. Star-Gast Marion Wilmer hat bereits in der Stuttgarter Inszenierung die Christine gespielt. Und auch in Freisen zeigt sie eindrucksvoll, dass das ihre Paraderolle ist. Ihre starke Stimme wird immer wieder mit viel Beifall belohnt. Nur bei "Frei und schwerelos" stößt sie an ihre Grenzen. Wer Willemijn Verkaik in "Wicked" in Stuttgart gehört hat, der entdeckt bei Wilmer einige kleine Schwächen in der Gesangsdarbietung der Hexe Elphaba. Heimlicher Star der Show ist der pfiffige Moderator Michael Franic, der nicht nur das Publikum einbindet, sondern ab und zu selbst in eine Rolle schlüpft. Als Zauberer von OZ singt er emotional den Klassiker "Somewhere over the rainbow" - der Show-Höhepunkt. Am Schluss stehen die 600 Zuschauer, jubeln, klatschen. Auch Alexander Becker, der Vorsitzende der veranstaltenden Jungen Union, schwärmt: "Ich bin begeistert." Und er verspricht: "Im kommenden Jahr kommt die Truppe wieder."