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Corona wirkt sich auch auf die Waldwirtschaft in Freisen aus

Gemeinderat Freisen : Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf den Holz-Absatz

Corona hat auch Auswirkungen auf die Waldwirtschaft in Freisen. Das erklärte Förster Oliver Linnebach jüngst dem Gemeinderat. Zunächst stellten die beiden heißen Sommer in den vergangenen zwei Jahren die Förster vor eine Herausforderung.

Denn das dominante Thema war deshalb der Käferbefall an Fichten. „Ein planmäßiges Arbeiten im Wald war nicht möglich“, so Linnebach. 3000 Festmeter Käferholz habe es 2018 und 2019 gegeben. „Sechs Hektar Waldfläche hat der Käfer gefressen.“ Die Folge: Absatzprobleme. Doch dann gab es einen Lichtblick: Es habe sich die Möglichkeit zum China-Export aufgetan. Das Holz sollte als Container-Ware nach Asien transportiert werden. „Doch durch Corona ist dieser Markt komplett zusammengebrochen“, so Linnebach. Derzeit überlegten er und sein Team an Alternativen.

Ein weiteres Problem sei derzeit die große Anzahl an Damwild. Linnebach erzählt von bis zu 15 Tieren, die er im Rudel gesehen habe. Daher seien viel mehr und größere Verbissschäden zu erkennen. Linnebach sieht nur einen Ausweg: Abschuss.

Richtig gut laufe es hingegen in Sachen Brennholz. Der Förster spricht von 40 bis 50 Bestellungen pro Jahr. Im Schnitt bestelle jeder Kunde zehn Haumeter Holz. Und noch etwas Positives: Bei Laubbäumen stellte Linnebach keine Ausfälle fest. Und der etwa 630 Hektar große Gemeindewald bestehe etwa zu 80 Prozent aus Laubholz.

Corona hat übrigens noch eine weitere Auswirkung auf den Wald: Die Pflanzaktion für den geplanten Bürgerwald wird vorerst verschoben.