Bürgermeistertreffen bei der US-Armee in Baumholder

Bürgermeistertreffen : US-Armee will Kontakte vertiefen

Treffen über die Landesgrenze hinweg soll künftig einmal pro Jahr in Baumholder über die Bühne gehen.

„Der Militärstandort Baumholder hat sich ganz schön verändert“, sagt Alfred Heu, Ortsbürgermeister von Ruschberg nach einer Tour durch den US-Standort. Zu dieser Rundfahrt hatte Jim Bradford, stellvertretender Garnisonsmanager der Militärgemeinde Baumholder, Bürgermeister sowie zivile und militärische Führungskräfte aus der Region  geladen. Er wolle damit den Informationsaustausch fördern und die Partnerschaft vertiefen. „Es freut mich, Ihnen heute einen Einblick in die aktuelle Infrastruktur unseres Standortes zu geben“, sagte Bradford zur Begrüßung. Seit Mai diesen Jahres ist er der Deputy Garrison Manager und somit der offizielle Repräsentant der US-Army Garnison Rheinland-Pfalz in Baumholder.

Die Besucher – es waren auch Repräsentanten aus den benachbaren Verbandsgemeinden Kusel, Birkenfeld und dem angrenzenden Saarland dabei – sahen zunächst das renovierte Hallenbad.

Auf dem Weg zum Hallenbad im Bereich des US-Golfplatzes sprach Bradford über geplante Veränderungen in der Wetzel-Kaserne. Dort sollen zwei neue Schulen und zusätzliche Townhouses (Reihenhäuser) in den kommenden Jahren gebaut werden. Im Februar  wurden bereits 84 neue Reihenhäuser in der Smith-Kaserne offiziell eingeweiht (wir berichteten). Dort stoppte der Besucher-Tross zum zweiten Mal. Harald Kastner, Leiter der US-Wohnungsverwaltung in Baumholder, führte die Besucher durch ein neues Reihenhaus und lobte die Modernisierungsbemühungen der Armee, die darauf abzielen, sichere, saubere und hochwertige Wohnungen für Soldaten und Familien anzubieten, teilt ein Sprecher der Militärgemeinde mit.

„In Baumholder kursiert das Gerücht, dass amerikanische Familien nicht mehr außerhalb der Kaserne mieten dürften“, sagte Bernd Alsfasser, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder. „An den Prozeduren hat sich nichts geändert“, entgegnete Kastner, „wenn kein Wohnraum zur Verfügung steht, darf auch außerhalb der Kaserne gemietet werden“. Die neue BOSS Warrior Zone, eine Freizeiteinrichtung für kasernenpflichtige Soldaten, das neue USO-Center und ein Űbungssimulator waren weitere Stationen der Tour.

Der Besuch endete mit einem Mittagessen im Hard Rock Diner, einer militärischen Truppenküche, wo die Gäste das Angebot der Verpflegung der Soldaten genießen konnten. Zu dem Essen gesellten sich die Kommandeure der lokalen Militäreinheiten und deren Command Sergeants Major (ranghöchsten Unteroffizieren), mit denen sich die Besucher angeregt unterhielten.

Einen Eindruck in die US-Truppenküche erhielten die Besucher ebenfalls bei ihrer Tour über den Standort. Foto: Bernd Mai/US-Army

Bradford verabschiedete die Gäste und versprach, dass er in Zukunft einmal im Jahr zu einer solchen Informationsveranstaltung einladen werde. „Unser Ziel ist es, nicht nur unsere US-Bewohner, sondern auch unsere lokalen Führungskräfte und somit die Gemeinde darüber zu informieren, wo wir uns heute befinden und wie wir in der Zukunft unsere Dienstleistungen, Programme und Anlagenverbesserungen meistern wollen. Veranstaltungen wie heute, sollen informieren und die Zusammenarbeit unserer beiden Gemeinden stärken“, sagte Bradford.

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