Angst? Nur vor dem Trainer!

Ein Jahr nach dem Abstieg feierte der FC Freisen mit 14 Punkten Vorsprung die Meisterschaft in der Fußball-Landesliga und die sofortige Rückkehr in die Verbandsliga. In der neuen Runde will das Team des Trainergespanns Christian Schübelin und Sebastian Schadt dort eine gute Rolle spielen.

Zurück in der Fußball-Verbandsliga. Zwölf Monate nach dem Abstieg in die Landesliga haben die Kicker des FC Freisen in der abgelaufenen Saison den angestrebten direkten Wiederaufstieg realisiert. "Wir hatten schon mächtig Druck, weil es unser klares Ziel war, sofort in die Verbandsliga zurückzukehren", sagt Trainer Christian Schübelin, der mit Co-Trainer Sebastian Schadt die Truppe vor einem Jahr übernommen hat. Nun, so meint der 35-Jährige, könne die Mannschaft guten Mutes die Aufgaben in der höheren Spielklasse auf sich zukommen lassen. "Die Euphorie aus der Meistersaison wollen wir mitnehmen und in der Verbandsliga eine gute Rolle spielen", gibt Co-Trainer Schadt (27) vor. Dazu soll auch seine Oberliga-Erfahrung beitragen.

Vor Schadts Rückkehr zum Heimatverein Freisen war der Linksfuß eineinhalb Spielzeiten beim FK Pirmasens am Ball und markierte in 50 Einsätzen 14 Treffer. Schübelin, der während der abgelaufenen Runde noch als Spielertrainer fungiert hat, will in der kommenden Saison mehr von der Seitenlinie aus die Geschicke leiten. "Ich werde aber so trainieren, dass die Spieler Angst haben, dass ich jederzeit spielen könnte", scherzt Schüblin, der im Vorjahr vom rheinland-pfälzischen Landesligisten SG Hoppstädten-Weiersbach nach Freisen gewechselt war.

In gut fünf Wochen Vorbereitungszeit wollen die Übungsleiter die Truppe in Topform bringen. "Wir trainieren fast täglich, fangen langsam an und steigern stetig die Intensität in den Einheiten", erklärt Schübelin. Mit beiden Trainern, so stellt der FCF-Vorsitzende Dieter Becker fest, habe der Verein einen Glücksgriff getätigt. "Ziel ist, eine Mannschaft mit langfristiger Perspektive aufzubauen, damit wir uns in der Verbandsliga etablieren können", lautet die Marschroute von Vereinschef Becker. Für die Leistungsträger im Team bedeutet die Verbandsliga kein Neuland. Top-Mannschaftsteil ist die mit Schadt, Christian Bur, Patrick Clos und Steven Klos hervorragend besetzte Offensiv-Abteilung. "Mit 28 Gegentoren hatten wir aber auch die beste Abwehr in der Landesliga", betont Schübelin ausdrücklich. In der Sommerpause haben die Trainer ihr Team nur gering verändert. Schübelins jüngerer Bruder Dominik (23) kam vom rheinland-pfälzischen Landesligisten VfR Baumholder zum FCF. Er könnte mit Felix Heinrich die neue Innenverteidigung bilden. Die 18-jährigen Till-Joscha Becker (A-Junioren JFG Schaumberg-Prims) und Fabio Carlisi (A-Jugend SC Idar-Oberstein) sowie Torhüter Maximilian Jung (SG Neunkirchen-Nahe/Selbach) ergänzen das Aufgebot. "Viele Spieler haben noch Luft nach oben, vor den Anforderungen in der Verbandsliga müssen wir keine Angst haben", so Schübelin. Der FCF startete am zweiten August-Wochenende mit dem Heimspiel gegen Saarlandliga-Absteiger FV Lebach in die neue Runde, es folgt die Auswärtsaufgabe in Furpach.

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Auf einen Blick Der Kader des FC Freisen :Neuzugänge: Dominik Schübelin (VfR Baumholder), Maximilian Jung (SG Neunkirchen-Nahe/Selbach), Till-Joscha Becker (A-Junioren JFG Schaumberg-Prims), Fabio Carlisi (A-Junioren SC Idar-Oberstein). Abgänge: Daniel Marx (SV Baltersweiler), Felix Klein (SV Haschbach). Testspiele: 18. Juli in Steinberg-Deckenhardt gegen SV Thalexweiler, 19. Juli in Fürth gegen TuS Steinbach, 26. Juli in Primstal gegen SV Hasborn, 1. August in Bosen gegen TuS Nohfelden. frf