Anfeuern am OIE-Biomasseheizwerk in Baumholder

Nachhaltigkeit in Baumholder : Symbolisches Anfeuern in Baumholder

Besuch des neuen Biomasseheizwerks mit US-Army und kommunalen Vertretern.

Was im guten alten Küchenherd das Einheizen aus Papier und Holzspänen war, unterscheidet sich kaum vom  „Anfeuern“ eines Biomasseheizwerks. In Baumholder traf sich jetzt dazu  Eva Wagner, Vorständin des Energieversorgers OIE, mit Vertretern der US-Army sowie Rouven Hebel (FWG), dem Beigeordneten der Verbandsgemeinde Baumholder, Stadtbürgermeister Günther Jung (FWG) und Helene Welsch von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Nach einer Bauzeit von  nicht einmal einem dreiviertel Jahr kommt das Projekt zur Wärme-Versorgung der amerikanischen Liegenschaften in Baumholder (wir berichteten) gut voran, teilt eine OIE-Sprecherin mit. Das neue, Neun-Millionen-Euro-Biomasseheizwerk stellt eine der größten und leistungsstärksten Anlagen dieser Art im benachbarten Landkreis Birkenfeld dar. „Es läuft alles nach Plan – dem Regelbetrieb im Frühjahr 2020 sollte nichts entgegenstehen“, so Wagner beim Vor-Ort-Termin. Davor gibt es jedoch noch eine Menge zu tun: Diverse Feinarbeiten und Einstellungen sind nach der Erstbefeuerung noch umzusetzen. „Wir haben dem Kessel sozusagen richtig eingeheizt, und das klappte problemlos“, zeigte sich Jürgen Schneider, Leiter der Abteilung Wärme bei der OIE, zufrieden.

Einmal angelaufen, soll das Biomasseheizwerk mit einer Gesamtleistung von elf Megawatt dann ab dem nächsten Jahr die amerikanischen Liegenschaften in Baumholder mit Wärme versorgen. Die Anlage wird jährlich mit rund 16 000 Tonnen Biobrennstoff zur Wärmeproduktion befeuert. Dabei stehe die Nachhaltigkeit im Vordergrund. Die Rohstoffe stammen allesamt aus der näheren Region mit garantiert kurzen Wegen.

Für Hebel, Jung und die Vertreter der US-Army gab es gleich zwei Gründe, am symbolischen Anfeuern teilzunehmen: „Erstens ist es gut zu sehen, dass es mit großen Schritten voran geht. Genau wie angekündigt, hält die OIE die Termine zuverlässig ein. Hinzu kommt, dass man nicht jeden Tag die Gelegenheit hat, sich direkt vor Ort in einer solchen Anlage die Technik anzuschauen“, erklärte Jung. „Mit dem Umbau auf ein Biomasseheizwerk haben wir die Nahwärmeversorgung in Baumholder optimal auf eine regenerative und hocheffiziente Wärmeerzeugung ausgerichtet und sind damit für die Zukunft gut gerüstet. Das soll sich auch in der Gestaltung der Außenfassade deutlich widerspiegeln“, ergänzte Wagner.