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Heimatverein: Alter Vorsitzender geht in die Verlängerung

Heimatverein : Alter Vorsitzender geht in die Verlängerung

Nach zwei Jahren hat der Heimat- und Verkehrsverein Weiselberg wieder einen Vorsitzenden. Erwin Raddatz erklärte sich erneut bereit, das Amt zu übernehmen.

Es geht weiter beim Heimat- und Verkehrsverein Weiselberg (HVW) in Oberkirchen. Bis vor Kurzem hat dessen Fortbestand noch auf der Kippe gestanden. Zwei Jahre war der Verein auf der Suche nach einem Vorsitzenden, allerdings ohne Erfolg. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat sich nun der langjährige Vereins- 
chef Erwin Raddatz bereit erklärt, das Amt für weitere drei Jahre auszuüben. „Wenn wir keinen Vorstand zusammenbekommen hätten, dann hätte es schlecht ausgesehen“, erklärt Raddatz, der nun seit 15 Jahren den Posten innehat. Sein Stellvertreter ist Richard Paul, Kassiererin bleibt Doris Paul, Erika Müller und Kurt Ruffing sind weiterhin Beisitzer im Vorstand.

Den Verein gibt es seit 1954 und zählt derzeit 60 Mitglieder. Im Auftrag der Gemeinde Freisen betreut der HVW das Mineralienmuseum in Oberkirchen. In den Räumlichkeiten soll künftig das Café Edelstein eingerichtet werden. „Um die Bewirtung soll sich dann die Vereinsgemeinschaft kümmern“, berichtet Raddatz. Für den Spätherbst ist geplant, dass alle Räumlichkeiten vorbereitet sind und das Café für die Bevölkerung an Sonntagnachmittagen geöffnet werden kann.

Zudem ist der am Mineralienmuseum gelegene Römerofen ein Punkt des neuen Wanderweges Via Vera „Der Römerweg“, dessen Einweihung am Sonntag, 12. November, ab 9 Uhr mit einer Wanderung vorgenommen wird. „Ein Café passt da optimal und dadurch kommen dann vielleicht mehr Besucher ins Museum“, hofft Raddatz. Wegen der Personalprobleme hat der Verein die Durchführung der Hobbyausstellung in der Festhalle einstellen müssen. Jährlich wird die Abschlussfahrt der Kindergartenkinder aus der Gemeinde vom HVW organisiert. „Auf die Fahrt mit der Ostertalbahn freuen sich die Kinder riesig“, weiß er.

Derzeit sind die Mitglieder dabei, Bilder und Zeitungsausschnitte aus dem Fundus von Carl Recktenwald aus Oberkirchen zu sichten und einzuscannen. „Er hat alles gesammelt und das Material muss digitalisiert werden. Wir müssen 30 Ordner dafür einscannen“, sagt Erwin Raddatz. Ein künftiges Ziel sei, so der Vereinschef, ein Fotobuch mit alten Aufnahmen von Oberkirchen zu veröffentlichen.