94 Blutspender in Oberkirchen

Trotz Grippewelle herrschte guter Besuch beim Roten Kreuz. Unter anderem wurde der Selchenbacher Günter Bößhar für 100 Spenden ausgezeichnet.

Herbert Meinl, Schatzmeister beim Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), kam aus dem Staunen nicht mehr raus. "Mit einem derartig guten Besuch habe ich nicht gerechnet", sagt Meinl beim Blick in den Flur der Oberkirchener Grundschule. 94 Spender, darunter zehn Erstspender, wurden beim jüngsten Blutspendetermin gezählt. "Das ist seit Langem wieder ein hervorragendes Ergebnis und das trotz der aktuellen Grippewelle", freut sich Manuela Loch, die Schriftführerin des Ortsvereins (OV).

Mitten unter den Lebensrettern war auch der Selchenbacher Günter Bößhar, der für 100 Spenden ausgezeichnet wurde. Jubilar Bößhar und Meinl kennen sich bereits mehr als drei Jahrzehnte. Mit Genehmigung der Geschäftsleitung hat das DRK in den 1980er Jahren mehrere Blutspendetermine vor Ort bei den Industriewerken Saar (IWS) in Schwarzerden organisiert. "Ich bin damals mit meinen Arbeitskollegen zur Erstspende gegangen", berichtet der 70-jährige Selchenbacher. Und durch diese Termine konnte der Ortsverein aus Oberkirchen eine Reihe von Freiwilligen aus den rheinland-pfälzischen Nachbardörfern als Stammkunden gewinnen. "Ich komme immer nach Oberkirchen, denn da treffe ich Arbeitskollegen von früher wieder", so Bößhar.

Neben ihm zeichnete das DRK noch Kevin Keller für zehn Spenden aus.

Voraussichtlich ab April in diesem Jahr wird eine neue Regelung für die Zulassung zur Blutspende in Kraft treten, das teilt der Blutspendedienst West auf seiner Internetseite mit. In Zukunft wird es so sein, dass die Identität eines Blutspenders zweifelsfrei durch die Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises - zum Beispiel Personalausweis, Reisepass, Führerschein, gleichartige Dokumente anderer Staaten in lateinischer Schrift - geklärt sein muss.

Der nächste Blutspendetermin in Oberkirchen wird am 11. Mai durchgeführt.