90 Jahre Löschbezirk in Freisen

Feier beim Löschbezirk Freisen : Zum Geburtstag gab es ein Tanklöschfahrzeug

Während eines Tages der offener Tür beim Löschbezirk Freisen wurde der Gründung 1928 gedacht. Verdiente Mitglieder geehrt.

Einen ganz besonderen Tag der offenen Tür erlebten die Besucher beim Löschbezirk Freisen. Am Feuerwehrgerätehaus feierten die Mitglieder das 90-jährige Bestehen. Im April 1928 gegründet, führten mittlerweile insgesamt elf Löschbezirksführer die Freisener Feuerwehrleute durch gute, aber auch harte Zeiten. Dabei war die Struktur immer von Weiterentwicklung geprägt, wie der aktuelle Löschbezirksführer Jochen Becker verriet. Nichtsdestotrotz, blieb eines immer gleich: „Während dieser 90-jährigen Dienstzeit war unser Löschbezirk immer aktiv in den Ort Freisen integriert, um stets adäquate Gefahrenabwehr zu betreiben“, sagte Becker. „Selbstlos Menschen helfen, die in Not geraten sind, das ist eine der Eigenschaften, die die Feuerwehr früher, zur Zeit ihrer Gründung, sowie auch heute auszeichnet.“ Und auch die Kameradschaft untereinander sei und bleibe ein hohes Gut, das die Feuerwehrleute auszeichne.

Auch auf Schattenseiten wies der Löschbezirksführer hin: Tag für Tag müsse man erleben, „dass das Image der Feuerwehren überall im Lande nicht das Beste ist“, bedauerte Becker und verwies auf die gestiegene Gewaltbereitschaft gegenüber Einsatzkräften. Auch die Bereitschaft, sich in der Feuerwehr zu engagieren, schwinde. Nichts desto trotz sind die Mitglieder der Feuerwehr voller Leidenschaft bei der Sache und absolvieren neben ihrer 70-stündigen Grundausbildung mindestens 50 Stunden jährlich bei den einzelnen Wehren, um sich aus- und weiterzubilden.

Dieses Engagement ehrte auch Freisens Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD) am Tag der offenen Tür. „Als Bürgermeister weiß ich, wie wichtig und unverzichtbar die Feuerwehr ist. Dort, wo andere wegen Gefahren rausrennen, laufen Sie hinein“, richtetet er das Wort an die Feuerwehrmänner und -frauen. Außerdem, so Scheer weiter, trügen die Mitglieder auch zum sozialen, kulturellen und kirchlichen Leben in der Gemeinde bei und seien so ein unverzichtbarer Pfeiler für das gemeinschaftliche Miteinander.

Bürgermeister Karl-Josef Scheer ehrte Paul Haupenthal und Jochen Becker. Der stellvertretende Löschbezirksführer Frank Müller gratulierte (von links). Foto: B & K/Franz Rudolf Klos

Neben seinem 90-jährigen Bestehen konnte der Freisener Löschbezirk am Tag der offenen Tür noch einen weiteren Meilenstein feiern. Nämlich die Einweihung des neues Tanklöschfahrzeug (TLF 4000). Nachdem bereits 2008 mit dem ersten Brandschutzbedarfsplan die Empfehlung kam, den Löschbezirk Freisen mit einem Tanklöschfahrzeug auszustatten, war es noch ein „langer und schwieriger Weg, bis wir dieses Fahrzeug nun endlich auf dem Hof stehen haben“, erzählte Becker beim Festakt. Ein fünfköpfiges Team plante und konfigurierte das Fahrzeug, um es optimal an die Bedürfnisse der Freisener Feuerwehr anzupassen. „Ich denke, das ist uns sehr gut gelungen und das Fahrzeug kann uns mit seiner einzig wahren Aufgabe, dem Schutz unserer Bürger, wahrhaftig gut ergänzen und unterstützen“, freute sich Becker.

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