Hier muffelts Auch Muffelwild macht Probleme

Eiweiler · Auch Muffelwild bereitet den Landnutzern rund um den Peterberg große Probleme. Für das Umweltministeriumgibt es dafür nur eine Lösung.

 Muffelwild, gemeinhin ein Bewohner von Gebirgslandschaften, hat sich am Peterberg angesiedelt.

Muffelwild, gemeinhin ein Bewohner von Gebirgslandschaften, hat sich am Peterberg angesiedelt.

Foto: BeckerBredel

Nicht nur die ausufernde Damwild-Population bereitet den Landnutzern rund um den Peterberg Probleme-. Auch ein großes Muffelwild-Rudel schädigt die Vegetation. Gemeinhin bewohnt Muffelwild Gebirgslandschaften. Am Peterberg wurde es zunächst in Gattern gehalten. Ob es aus diesen ausbrach oder bewusst freigelassen wurde, wird seit Jahren diskutiert. Gangolf Rammo, ehemaliger Förster im Revier Urexweiler und jetzt Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Waldwirtschaft, denkt, dass die Tiere absichtlich illegal ausgewildert wurden.

„Das Muffelwild verursacht empfindliche Schäden am Wald, weil es die Bäume am Stamm und im Wurzelbereich schält“, berichtet Rammo. Er fordert die Oberste Jagdbehörde dazu auf, darauf zu bestehen, dass die Jäger in den Revieren rund um den Peterberg die gesetzlichen Vorgaben einhalten. „Jedes vorkommende Stück Muffelwild muss erlegt werden“, verlangt Rammo. Wobei auch hier wie beim Damwild der Mutterschutz zu beachten sei. Uwe Sinnwell vom Referat Waldwirtschaft und Jagd des Umweltministeriums sagt: „Muffelwild hat hier nichts verloren und sollte unseres erachtens völlig aus der Landschaft verschwinden.“ Sinnwell schätzt den Bestand auf etwa 150 Tier, „die jedoch furchtbar schwierig zu erlegen sind, einfach weil Muffelwild sehr schlau ist“.

Doch egal wie schlau: Dadurch, dass hier kein geeigneter Lebensraum für die Tiere ist, litten sie unter den Gegebenheiten. Das hat auch Ex-Förster Rammo beobachtet. „Da bei uns die typischen Gegebenheiten einer Gebirgslandschaft wie Felsen fehlen, werden die Hufe der Tiere nicht permanent abgeschliffen, sondern wachsen aus. Das ist eine Qual für diese Tiere und führt zu Erkrankungen. Man könnte hier von Tierquälerei sprechen.“