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Frauengemeinschaft engagiert sich für Lebenshilfe

Frauengemeinschaft engagiert sich für Lebenshilfe

St. Wendel/Nonnweiler. Die katholische Frauengemeinschaft Kastel mit mehr als 150 Mitgliedern ist ein reger Verein und hat zudem ein Herz für sozial benachteiligte Menschen. Wie jedes Jahr hatte die Frauengemeinschaft zur "Frühschicht im Advent" ins Castellum St. Wilfried in Kastel eingeladen

St. Wendel/Nonnweiler. Die katholische Frauengemeinschaft Kastel mit mehr als 150 Mitgliedern ist ein reger Verein und hat zudem ein Herz für sozial benachteiligte Menschen. Wie jedes Jahr hatte die Frauengemeinschaft zur "Frühschicht im Advent" ins Castellum St. Wilfried in Kastel eingeladen.53 Frauen aus der Gemeinde ließen sich das gemeinsame Frühstück schmecken und fütterten anschließend die aufgestellten Spardosen mit reichlich Spendeneuros. Die zweite Vorsitzende Gabriele Stroh überbrachte nun mit ihren Vorstandskolleginnen Sandra Schmitt, Christina Hahn und Simone Jung eine Spende von 500 Euro an die Lebenshilfe St. Wendel. Geschäftsführer Peter Schön freute sich sehr: "Die Zahlungen der öffentlichen Hand für die behinderten Menschen gehen zurück. Deshalb sind wir mehr denn je dringend auf Spenden angewiesen. Diese Spende werden wir zum Kauf von therapeutischen Spielmaterialien für unseren Kindergarten verwenden".

Schön betonte, wie wichtig es sei, bei verhaltensauffälligen oder -verzögerten Kindern möglichst früh mit Therapie oder Behandlung zu beginnen: "Umso früher die Behandlung einsetzt, umso größere Fortschritte kann man erzielen. Die Lebenshilfe bietet betroffenen Eltern kostenlos eine frühe Beratung an."

Gabriele Stroh hat eine behinderte Tochter, bei der diese Entwicklungsstörungen zu spät erkannt wurden. Nach etlichen Jahren in einer Behinderteneinrichtung in Wittlich, lebt die inzwischen 28-jährige Nadja seit 2001 im "Haus Günther Wegmann" der Lebenshilfe in Urweiler. Gabriele Stroh lobt die dortige Betreuung sehr: "Ich bin begeistert. In Urweiler ist alles viel persönlicher und herzlicher als vorher in Wittlich. Die Betreuer kümmern sich intensiv um Nadja, gehen auf ihre Wünsche ein und unternehmen auch viel mit ihr. Spaziergänge in die Stadt, Frühstück oder Eisessen in den Cafés sind ganz selbstverständlich.

Und in St. Wendel wird auch niemand ob seiner Behinderung schief angesehen. Nadja fühlt sich im Lebenshilfe-Wohnheim wie zuhause. Das tut wirklich gut." Peter Schön führte die Frauen aus Kastel anschließend durch das Wohnheim "Haus Geschwister Deppe" in St. Wendel. In den drei Wohnheimen der Lebenshilfe in St. Wendel und Urweiler betreuen 170 Mitarbeiter 115 geistig- oder körperlich-behinderte Menschen. red