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Feuerwehr war an Silvester und Neujahr im Einsatz

Blaulicht : Feuer, Unfall und Zoff an Silvester

Brände löschen und Streit schlichten: Polizei und Feuerwehr im Landkreis St. Wendel hatten in der Silvesternacht einiges zu tun.

Wenn alle anderen feiern, müssen sie oft verstärkt ran. Und auch dieses Mal hatten Polizei und Feuerwehr zum Jahreswechsel ordentlich zu tun. Zu ihrem letzten Einsatz im Jahr 2018 wurde die Feuerwehr im Landkreis um 19.12 Uhr gerufen. Gemeldet worden war ein Kaminbrand in der Straße Zum Rodenbühl im St. Wendeler Stadtteil Remmesweiler. Nachdem die ersten Feuerwehrkräfte vor Ort eintrafen, gab es rasch Entwarnung: Ein Eingreifen der Feuerwehr war nicht erforderlich. Weitere Helfer, die bereits auf dem Weg waren, konnten wieder umkehren.

Schon um 1.29 Uhr am ersten Tag des neuen Jahres wurde im Landkreis erneut Alarm ausgelöst: Die Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg meldete eine brennende Garage in der Straße Zur Pottaschhütte im Marpinger Ortsteil Urexweiler. Als die Wehrleute eintrafen, stand ein Teil einer Mehrfachgarage in unmittelbarer Nähe zu einem Mehrfamilienhaus und einer Trafostation bereits voll in Flammen. Für das darin abgestellte Auto kam jedes Löschwasser zu spät. Es brannte vollständig aus. Bewohner konnten allerdings einen zweiten Wagen aus der Nachbargarage retten, bevor die Flammen auch diesen erreichten. Die Feuerwehr brachte das Feuer rasch unter Kontrolle, allerdings zogen sich die Löscharbeiten über längere Zeit hin, da der gesamte Dachbereich geöffnet werden musste, um alle Brand- und Glutnester zu erreichen. Ein Hausbewohner wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Ottweiler Krankenhausr zur weiteren Untersuchung gebracht.

Ein weiterer Brandalarm wurde um 1.50 Uhr in der Mozartstraße in Theley ausgelöst. Beim Eintreffen der ersten Kräfte konnte zwar der Brand eines Mülleimers bestätigt werden, allerdings stand auch ein Holzstapel unmittelbar an einem Wohnhaus in Flammen. Die Hauseigentümer und Anwohner hatten bereits erste Löschversuche unternommen. Die Feuerwehr brachte die Flammen rasch unter Kontrolle. Da die Hausfassade mit Holz vertäfelt war, musste sie geöffnet werden, um sicherzustellen, dass sich darunter keine versteckten Brand- und Glutnester entwickelt hatten.

Eine unklare Brandmeldung erreichte die Leitstelle gegen 4.55 Uhr. Zunächst hatte es geheißen, dass es im Bereich eines Discounters in der St. Wendeler Straße in Tholey brenne. Der Anrufer habe bei der Vorbeifahrt jedoch nicht ausmachen können, ob die Flammen hinter oder an dem Gebäude loderten. Die ersten Einheiten der alarmierten Rettungskräfte, die nach wenigen Minuten vorfuhren, gaben alsbald Entwarnung: Der Brandherd befand sich nicht am Gebäude, sondern es brannten lediglich drei Container neben dem Discounter.

Um 6.55 Uhr rückten Feuerwehrkräfte dann zu einem Verkehrsunfall auf der B 269 in Höhe des Winterbacher Friedhofs aus. Dort waren zwei Autos frontal zusammengestoßen. Die Feuerwehr kümmerte sich darum, dass auslaufende Betriebsstoffe nicht in den Boden oder die Kanalisation gelangten. Ursächlich für die Kollission war nach Angaben der Polizei, dass der Verursacher erheblich betrunken war. Wohl infolge dessen und aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit sowie Übermüdung sei der auf die Gegenfahrbahn geraten und ungebremst in das entgegenkommende Auto gefahren. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Neben der Polizei St. Wendel waren Kräfte der Feuerwehr Alsweiler und Winterbach an der Unfallstelle im Einsatz. Ein Strafverfahren gegen den Verursacher wurde eingeleitet.

Auch Streitigkeiten gab es zum Jahreswechsel zu schlichten. So gerieten gegen 23.40 Uhr in St. Wendel zwei Lebenspartner aneinander, die laut Polizei bei einer Feier erheblich gebechert hatten. Während des Streits warf der 45-jährige Mann eine Flasche nach seiner Partnerin und verfehlte sie. Die herbeigeeilten Polizisten sprachen laut Mitteilung eine mehrtägige Wohnungsverweisung aus.

Auch in Marpingen kam es am Silvesterabend kurz vor Mitternacht zu einem Familienstreit, der sich über den ganzen Tag hin entwickelt hatte. Wie die Polizei berichtet, musste sie gegen den Sohn der Familie, der ganz offensichtlich allzu tief ins Glas geschaut hatte, unter Androhung einer Ingewahrsamsnahme einen Platzverweis durchsetzen und ihn der Wohnung verweisen.

Derweil fuchtelte ein Gast auf einer Silversterparty in Bliesen mit einer mitgebrachten Schreckschusspistole herum. Die verängstigten Gäste alarmierten die Polizei. Die konnte gegen ein Uhr die Waffe und ein zusätzliches Päckchen mit verschiedenster Munition sicherstellen. Auch gegen den Waffeninhaber wird ermittelt.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu einem der Vorfälle geben können, um Mithilfe unter der Tel. (0 68 51)89 80.