Ferienfreizeit der Turnerjugend in Braunshausen brachte viel Spaß

Saarländische Turnerjugend : „Hurra: Das Zeltlager ist wieder da“

Fünf Ferienfreizeiten für Kinder hat die saarländische Turnerjugend in den Sommerferien organisiert. Mit mehr als 850 Teilnehmern. Eindrücke von der letzten Freizeit in Braunshausen, die am Freitag zu Ende ging.

„Hast Du Freunde, klatsche in die Hand“, singt Thomas Breidt ins Mikrofon. Und mehr als 250 Kinder und Betreuer klatschen kräftig. Sie sitzen auf Bänken in einem großen Kreis mitten auf dem Freizeitplatz hinter dem Turnerheim am Peterberg. Das Lied schließt einen gemeinsamen Gottesdienst ab.

Gleichzeitig rücken Teamer im großen Zelt Tische und Bänke, bauen die Dekoration für den Casinoabend auf. Im Küchenzelt geht es rund: In einer riesigen Pfanne brutzeln Kartoffelwürfel, fleißige Hände formen Frikadellen, die gleich nebenan gebraten werden. Die Spülmaschine läuft.

Wenige Stunden vorher ging es nicht nur in der Küche, sondern auch auf dem Platz und in der Halle rund. Da tobten sich die Kinder bei verschiedenen Ballspielen aus, andere turnten, übten Zumba oder bastelten Armbänder und Holzketten, malten mit Strohhalmen Blasenbilder und und und.

Eindrücke des Zeltlagers Braunshausen II der saarländischen Turnerjugend. Das letzte von insgesamt fünf Ferienfreizeitangeboten für Kinder in diesem Jahr. Die Freizeiten sind ein Markenzeichen der Turnerjugend. Mehr als 850 Kinder, Betreuer und Teamer waren in diesem Jahr dabei, fast 300 alleine beim größten, Braunshausen II.

Die Lagerleitung bei der letzten Freizeit lag in diesem Jahr in den Händen von Nina Mayer, Thomas Breidt und Uwe Wagner. Sie hatten mit ihren ehrenamtlichen Helfern ein attraktives Programm für die Kinder zusammengestellt. Selbstverständlich mit zahlreichen sportlichen Angeboten, wie dem Klettern in der Halle, Tanz- und Ballsport und Turnen. Nicht zu kurz kommen durften bei den sommerlichen Temperaturen Wasserspiele, die, so kann man sich denken, allen riesigen Spaß gemacht haben.

Im SZ-Gespräch lässt Uwe Wagner das Lager Revue passieren. Am Montag verbrachten alle einen ganzen Tag am Bostalsee. Sie wanderten morgens über den Peterberg zum Strandbad, verbrachten den Tag am Wasser und feierten abends bei Live-Musik. Mit dem Bus ging es dann müde aber zufrieden zurück nach Braunshausen.

Die dortigen Abendveranstaltungen ließ sich keiner entgehen. Da gab es eine Disko, am regnerischen Sonntag einen Film-Abend in der Halle, die beliebte Geisterwanderung am späten Dienstag im Dunkeln am und auf dem Peterberg, den Casinoabend und den Abschlussabend mit Auftritten der teilnehmenden Vereine. Am Freitag endete dann das einwöchige Ferienlager.

In jedem Jahr setzen die Organisatoren einen thematischen Schwerpunkt. Der hieß in diesem Jahr „Fest der Farben“. So bekam jeder der elf teilnehmenden Vereine eine Farbe zugeordnet, der TV Lockweiler-Krettnich zum Beispiel die Farbe Grün, Ommersheim Blau. Jedem Verein überreichte die Lagerleitung in einer feierlichen Eröffnungsfeier sogar eine Flagge in deren Farbe, die die Gruppen das ganze Lager über begleitete. Und beim Thementag am Dienstag drehte sich bei den Aktivitäten vieles um die Farben. Ein kunterbuntes Durcheinander. Das nicht kleiner wurde, als sich verschiedene Wasserspiele anschlossen. Ein riesiger Spaß.

„Ich fand das Fest der Farben großartig“, betont Betreuerin Tamara Paul vom Turnverein Überherrn, die beim SZ-Besuch im Küchenzelt vorbeischaute. Der Zeltlager-Werdegang der beiden jungen Betreuerinnen steht für viele, die bei den Ferienfreizeiten der Turnerjugend mitmachen. Sie waren als Kinder schon dabei, haben danach als Jugendliche als sogenannte Hilfsbetreuer erste Erfahrungen gesammelt und sind schließlich als Betreuer dabeigeblieben. „Ich kann mir kaum vorstellen, nicht mehr dabei zu sein“, unterstreicht Annika Kiefer.

Frischer Wind: Schwungvoll ließen die Kinder den großen farbenfrohen Fallschirm abheben. Foto: Leon Holletschek
Abkühlung: Bei den sommerlichen Temperaturen kamen die Wasserspiele besonders gut an. Foto: Leon Holletschek

Das freut auch Lagerleiter Uwe Wagner: „Wir sind Zauberer“, sagt er: „Unser Ziel ist es, ein Lächeln in die Gesichter der Kinder zu zaubern.“ Das scheint auch in diesem Jahr funktioniert zu haben. Denn mit Inbrunst singen die Kinder gerade das Lagerlied: „Wir drehen uns im Kreis und rufen Hurra: Das Zeltlager ist wieder da.“