1. Saarland
  2. St. Wendel

Fastnacht bleibt in Frauenhand

Fastnacht bleibt in Frauenhand

Furschweiler. Frauen an die Macht - und das ohne Quotenregelung. Das gilt zumindest im Furschweiler Karnevalverein (FKV). Dort sitzen sieben engagierte Damen im Vorstand. Von Männern keine Spur. "Schon die letzten Jahre waren fast nur Frauen im Vorstand

Furschweiler. Frauen an die Macht - und das ohne Quotenregelung. Das gilt zumindest im Furschweiler Karnevalverein (FKV). Dort sitzen sieben engagierte Damen im Vorstand. Von Männern keine Spur."Schon die letzten Jahre waren fast nur Frauen im Vorstand. Als unser Vorsitzender Bernd Baßler dann im Juni aufgehört hat, haben wir uns Gedanken gemacht, wie es weitergeht", sagt FKV-Vorsitzende Carina Haßdenteufel. Die 27-Jährige: "Von den Männern wollte keiner. Da haben wir Frauen gesagt: Lass uns das mal machen."

Viel verändert habe sich unter Leitung der Frauenriege nicht. Haßdenteufel: "Im Verein läuft eigentlich alles wie immer. Wir haben viel Arbeit bei der Vorbereitung für den St. Wendeler Fastnachtsumzug am 6. März. Aber es klappt gut." Für die männlichen Karnevalisten sei es kein Problem, sich von Frauen Anweisungen geben zu lassen. "Im Gegenteil, sie unterstützen uns sehr", betont Haßdenteufel. "Auch die ehemaligen Vorstandsmitglieder haben uns direkt Hilfe angeboten."

Mit dem Vorurteil, das Frauen untereinander mehr streiten, räumt die Vorsitzende ebenfalls auf. "Zickenkriege gibt es bei uns nicht", erklärt sie. "Wir verstehen uns super."

Warum im Furschweiler Karnevalverein keine Männer in den Vorstand wollen, weiß Haßdenteufel nicht. "Es haben sich wohl keine getraut." Gleiches gilt übrigens für den Elferrat. "Wir haben auch hier nicht genug Herren gefunden, die bereit waren, das zu machen."

So ging die Furschweiler Kappensitzung in diesem Jahr ohne einen Elferrat über die Bühne. Beim Publikum kam das sogar recht positiv an, wie Haßdenteufel weiß: "Die Leute haben gemeint, sie wurden weniger abgelenkt und konnten sich mehr auf das Programm konzentrieren." "Zickenkriege gibt es

bei uns nicht."

Carina Haßdenteufel, Vorsitzende des FKV