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Eine Rennstrecke aus dem Nichts

Eine Rennstrecke aus dem Nichts

St. Wendel. Was passiert, wenn 20 Personen eine Woche lang, täglich elf bis zwölf Stunden schuften? Dann ist in St. Wendel im Bereich des Wendelinuspark und der B 269 für ein Wochenende eine perfekte Rennstrecke entstanden! Für die Driftspezialisten der Supermoto Szene ist kein Aufwand zu viel. Die Rennstrecke in St. Wendel ist 1200 Meter lang undzu 75 Prozent asphaltiert

St. Wendel. Was passiert, wenn 20 Personen eine Woche lang, täglich elf bis zwölf Stunden schuften? Dann ist in St. Wendel im Bereich des Wendelinuspark und der B 269 für ein Wochenende eine perfekte Rennstrecke entstanden! Für die Driftspezialisten der Supermoto Szene ist kein Aufwand zu viel. Die Rennstrecke in St. Wendel ist 1200 Meter lang undzu 75 Prozent asphaltiert. 25 Prozent bilden den Offroad-Bereich mit spektakulären Sprüngen. Um aus der sonst viel befahrenen Bundesstraße, dem Wendalinuspark und dem Skater Areal eine Top-Strecke zu machen, bedarf es allerdings großer Anstrengung. Neben den schon angesprochenen "Aufbauern" werden 400 Absperrgitter, 250 Meter Bauzaun, 1600 kleine Strohballen und 250 Quaderballen alleine zur Streckenbegrenzung gebraucht. "Im Offroad- Bereich werden zudem 120 Tonnen Erdmaterial von uns bewegt", erläutert Frank Egler, der Vorsitzende des Motorsport-Clubs Nordsaar, bei dem im Vorfeld alle Fäden zusammen laufen. "Ohne die beteiligten Clubs wie den Trial Club St. Wendel, MSF Theeltal oder das Streckensicherungs-Team Saarbrücken wäre eine solche Großveranstaltung gar nicht zu machen!" Rund 150 Helfer sind im Dauer-Einsatz. Der eigentliche Aufbau erfolgt, wie die Streckenbauer sagen von Punkt zu Punkt. Das heißt, dass die Strecke und das Umfeld nach und nach entstehen. Schließlich läuft auf der B 269 bis zum Freitag, 15. Mai, um 9 Uhr noch der normale Verkehr. Ebenso bleibt der Wanderweg "Wendalinuspfad" an diesem Tag noch frei begehbar. Doch in St. Wendel hat man Routine mit solchen Mammut-Aufgaben. Schon seit Jahren werden in der nordsaarländischen Sportstadt Motorsportveranstaltungen organisiert. Das begann mit den legendären Motorradrennen, die in ganz Europa ein Markenzeichen waren. Lange Jahre war die Deutschland-Rallye in St. Wendel zu Gast, und nun hat die Supermoto Szene hier ein Zuhause und einen festen Punkt im Terminplan der Deutschen Meisterschaft. Das diesjährige Rennen weißt allerdings noch eine Besonderheit aus: Fans und Zuschauer können sich auf eine kostenlose Veranstaltung freuen. Denn an den Renntagen am 16. und 17. Mai ist der Eintritt frei! redAm Wochenende startet die Supermoto-Saison mit dem ersten von acht Läufen in Stendal. Mit dabei sind auch die Saarländer Stefan Freyermuth (Überherrn), Dirk Spaniol (Hirzweiler) und Markus Volz (Dirmingen). Alle drei haben sich vorgenommen, bei der Vergabe des Titels ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Jedenfalls wollen sie sich eine gute Ausgangsposition für den zweiten Saisonlauf in St. Wendel sichern.