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Eine Niederlage, die Hoffnung macht

Eine Niederlage, die Hoffnung macht

Theley. Wieder kein Punkt und wieder kein Tor - auch im dritten Saison-Spiel mussten die Kicker des Saarlandliga-Aufsteigers VfB Theley Lehrgeld bezahlen und verloren mit 0:2 gegen den SC Halberg Brebach

Theley. Wieder kein Punkt und wieder kein Tor - auch im dritten Saison-Spiel mussten die Kicker des Saarlandliga-Aufsteigers VfB Theley Lehrgeld bezahlen und verloren mit 0:2 gegen den SC Halberg Brebach. Trotzdem: "Wir haben wesentlich besser gestanden als in den ersten Spielen und vor allem in der ersten Halbzeit phasenweise richtig gut nach vorne gespielt", sieht VfB-Trainer Heiko Wilhelm Licht am Ende des Tunnels.Guter Beginn der GastgeberDer VfB begann vor rund 220 Zuschauern engagiert und strahlte trotz des verunglückten Saisonstarts Siegeswillen aus. Die erneut mit einer Doppelsechs im defensiven Mittelfeld spielende Schaumberg-Elf war stark in der Balleroberung und versuchte, bei Ballbesitz das Spiel zu machen. Die Gäste wirkten ihrerseits etwas überrascht vom couragierten Theleyer Auftreten und taten sich schwer damit, selbst gefährliche Situationen zu kreieren. So war es auch dem VfB vorbehalten, den ersten echten Torschuss abzugeben: Nach 28 Minuten zog Markus Therre etwa 20 Meter vor dem gegnerischen Tor ab und zwang Gästetorwart Michael Klink zu einer schönen Parade. Den anschließenden Eckball konnte SC-Spieler Anto Maric am langen Pfosten gerade noch von der Linie kratzen. Zwar kam quasi im direkten Gegenzug auch Brebach zu seiner ersten Torchance, doch VfB-Schlussmann Georg Amann war zur Stelle. Brebach brauchte schließlich eine Standardsituation, um in Führung zu gehen, was VfB-Trainer Wilhelm ärgerte: "Wir wussten, wie Brebach die Ecken schießt, wussten, dass sie Jens Hartz am kurzen Pfosten suchen, der dann selbst schießt oder verlängert." Hartz hatte in diesem Fall verlängert, und zwar zu Roman Hanschitz, der völlig ungedeckt zur 1:0-Gästeführung einschieben konnte (52.).Kein AufbäumenDie Szene war eine Schocksituation für die VfB-Kicker, die nach dem Gegentreffer den Faden verloren. Dem war wohl auch das 0:2 keine zehn Minuten später geschuldet: Stefan Groß rückte auf dem linken Flügel nicht schnell genug raus, Daniel Dworowy vertändelte den Ball und Torwart Georg Amann ließ den Schuss von Jens Hartz unter dem Körper durchrutschen (61. Minute). "Danach gingen die Köpfe runter. Und das ist dann auch das einzige, das ich wirklich zu bemängeln habe: Es fühlte sich nicht so an, als wollte die Mannschaft sich gegen die Niederlage stemmen. Es gab kein Aufbäumen", kritisierte Wilhelm. Aber er sagte auch: "Wir sind auf dem richtigen Weg. Ich würde sogar sagen: Für uns ist die Saison jetzt erst richtig losgegangen." Vor allem die Abwehr hätte deutlich sicherer agiert , was auch mit der Rückkehr von Innenverteidiger Dominik Merz zu tun habe. "Dominik hat eine sehr gute Partie gemacht", lobte sein Trainer. tog