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Eine Million Kilometer mit dem Flaggschiff

Eine Million Kilometer mit dem Flaggschiff

St. Wendel. Unvergesslich ist für SZ-Leser Horst Hemmersdorfer aus St. Wendel bis heute der Tag, an dem er den Führerschein machen konnte. "Ich war erst siebzehneinhalb Jahre", schreibt er an die Redaktion. "Ich hatte das Auto meines Juniorchefs in Betreuung bekommen, einen Renault 4 CV, ein so genanntes Cremeschnittchen

St. Wendel. Unvergesslich ist für SZ-Leser Horst Hemmersdorfer aus St. Wendel bis heute der Tag, an dem er den Führerschein machen konnte. "Ich war erst siebzehneinhalb Jahre", schreibt er an die Redaktion. "Ich hatte das Auto meines Juniorchefs in Betreuung bekommen, einen Renault 4 CV, ein so genanntes Cremeschnittchen." Der Antrag für den Führerschein habe von seinem Chef mit unterschrieben werden müssen.Zu seinen Aufgaben gehörte es, das Auto mit dem Kennzeichen 6108 OE 8 aufzutanken, das Öl zu kontrollieren und es zu den Inspektionen in die Werkstatt zu bringen. Die Autonummer sei sogar in den Führerschein eingetragen worden.

Als er 18 Jahre alt geworden war hätten ihm seine Eltern sein erstes eigenes Auto gekauft, einen Renault Fregatte. "Das war damals das Flaggschiff von Renault", erzählte Horst Hemmersdorfer. "Es hatte vorne eine durchgehende Sitzbank, besaß Lenkradschaltung, Schiebedach, Weißwandreifen und war für sechs Personen zugelassen." Gekauft hatten es die Eltern als Gebrauchtwagen bei einer Losheimer Firma für 450 000 französische Franken. Das Fahrzeug war Baujahr 1953, hatte eine lindgrüne Farbe und trug das Kennzeichen 7303 OE 8. Neu hatte es 1,5 Millionen Franken gekostet. Privat und dienstlich hat der St. Wendeler die Fregatte etwa eine Million Kilometer gefahren. "Ich war damit in ganz Deutschland unterwegs", sagte Horst Hemmersdorfer mit nicht wenig Stolz." gtr