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Ein Sieg fürs Selbstbewusstsein?

Ein Sieg fürs Selbstbewusstsein?

Primstal. "Das Spiel gegen Theley kommt für uns genau zum richtigen Zeitpunkt", freut sich Primstals Spielertrainer Nicola Lalla auf das Lokalderby gegen den VfB Theley heute um 19 Uhr im Primstaler Allerswaldstadion. Das Spiel gegen den Lokalrivalen - für Primstal ist es das Derby der Derbys. Vergangene Saison kamen mehr als 800 Zuschauer

Primstal. "Das Spiel gegen Theley kommt für uns genau zum richtigen Zeitpunkt", freut sich Primstals Spielertrainer Nicola Lalla auf das Lokalderby gegen den VfB Theley heute um 19 Uhr im Primstaler Allerswaldstadion. Das Spiel gegen den Lokalrivalen - für Primstal ist es das Derby der Derbys. Vergangene Saison kamen mehr als 800 Zuschauer. Und VfL-Sturmführer Lalla hofft, dass sich seine Mannschaft mit einem guten Spiel gegen die Schaumberg-Elf aus dem Leistungs-Tal herausschießen kann. Allerdings: "Theley will in der Endabrechnung unter die besten fünf und hat diesen Anspruch in den ersten Spielen auch untermauert. Daher ist der VfB klar Favorit." Im Umkehrschluss heißt dies: "Wir können befreit aufspielen und uns vielleicht neues Selbstvertrauen holen." Nach den Stärken und Schwächen des Gegners befragt, antwortet Lalla: "Die größte Stärke ist die eingespielte Mannschaft, die mit Timo Atz auf der Spielmacherposition noch verstärkt wurde. Die Offensive des VfB zählt für mich zum Besten der Liga. Schwächen haben sie in der Viererkette, da sind sie wackelig."Zurück zum LiberoDas war der VfL in den ersten beiden Partien der neuen Runde auch, denn Lalla und sein Trainerkollege Jochen Ernst hatten in der Vorbereitung ebenfalls die Viererkette einstudieren lassen. Aber nach der 0:4-Heimniederlage gegen Ballweiler im letzten Heimspiel sei klar gewesen, "dass die Umstellung uns nicht weiterbringt. Der vermeintliche Vorteil entwickelte sich zum Nachteil, weil einige Spieler überfordert waren und sich das negativ auf deren Leistungsfähigkeit ausgewirkt hat". So ist der VfL also wieder zum alten System mit Libero zurückgekehrt - zum Lohn gab es ein 2:2 in Überherrn. Doch der Punkt wurde teuer erkauft, denn Jochen Gläser riss sich den Meniskus ab sowie möglicherweise das Kreuzband. Kurios: Die Verletzung zog sich Gläser bei einer angeblichen Schwalbe zu, für die er Gelb sah. Heiko Wilhelm, der Trainer des Lokal-Rivalen aus Theley, möchte sich ungern auf die Favoritenrolle festlegen lassen: "Primstal ist doch im Vorjahr Meister geworden - nicht wir. Aber gut, wenn sie meinen, dass wir Favorit sind, nehmen wir das an." Aus seiner Sicht wäre es allerdings realistischer, "dass man das Spiel als ein Duell auf Augenhöhe ansieht". Wilhelm warnt vor LallaÜber die Stärken und Schwächen des VfL hat sich Wilhelm ausgiebig Gedanken gemacht. Doch während er über die Schwächen nicht sprechen will, lobt auch Wilhelm die Offensive des Rivalen: "Vor allem Lalla ist immer für ein, zwei Tore gut. Obendrein hat er das Auge, um jemanden frei zu spielen, da sind wir gewarnt." Die Vorzüge seiner Mannschaft sieht der Theleyer Fußball-Lehrer darin, "dass wir hinten sehr sicher stehen und uns vorne eine Vielzahl Chancen herausarbeiten." Das Manko: "Ganz klar die Chancenverwertung. Da hapert es noch." Darum hatte der Trainer unter der Woche ein Freundschaftsspiel anberaumt, in dem sich die Stürmer Selbstvertrauen holen sollten. "8:0 haben wir gegen Elm gewonnen", berichtet Wilhelm. Sein Ziel für heute Abend ist klar: "Wir wollen uns den Dreier holen und uns vorne in der Tabelle festsetzen."Lalla, sein Trainerkollege vom VfL, entgegnet, "dass die Mannschaft mit dem größeren Siegeswillen gewinnen wird. Und das werden wir sein." "Die Offensive des VfB zählt für mich zum Besten der Liga. Schwächen haben sie in der Viererkette, da sind sie wackelig."Primstals Nicola Lalla über Derby-GegnerVfB Theley