1. Saarland
  2. St. Wendel

Ein Ort mit reicher Vergangenheit

Ein Ort mit reicher Vergangenheit

Lindscheid. Das Lied "Heimat, ewig liebe Heimat", gesungen vom Männerquartett Laetitia Dorf-Neipel, war die beste Einstimmung für die 150 Besucher, die am Sonntag in das Vereinshaus gekommen waren. Dort wurde das Buch "750 Jahre Lindscheid - Ein kleines Dorf und seine vielen Herrschaften" vorgestellt und erstmals verkauft

Lindscheid. Das Lied "Heimat, ewig liebe Heimat", gesungen vom Männerquartett Laetitia Dorf-Neipel, war die beste Einstimmung für die 150 Besucher, die am Sonntag in das Vereinshaus gekommen waren. Dort wurde das Buch "750 Jahre Lindscheid - Ein kleines Dorf und seine vielen Herrschaften" vorgestellt und erstmals verkauft. "Nicht die Größe eines Ortes ist bedeutend. Entscheidend ist, welches Leben die Bürger ihrem Dorf verleihen." Lindscheids Ortsvorsteherin Elisabeth Biwer war bei diesen Satz die Freude ins Gesicht geschrieben. Sie sprach von einem gelungenen Versuch, in einem Buch ein Bild der reichen Vergangenheit Lindscheids nachzuzeichnen und darin von der Entwicklung des Dorflebens zu berichten. Sie dankte besonders dem Autor Erwin Marx, der das Werk zusammen mit dem Historiker Johannes Naumann in mühevoller Arbeit zustande gebracht hat. Der Tholeyer Bürgermeister Hermann Josef Schmidt betonte, dass das Buch eine Lücke in der literarischen Aufbereitung des Bohnentals schließe. Mit 381 Einwohnern sei Lindscheid zwar der kleinste Ortsteil der Gemeinde. "Das heißt aber nicht, dass hier nichts los ist", sagte der Rathauschef. "Hier herrscht ein beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement." Schmidt hob die Verbundenheit der Bürger mit ihrer Heimat mit den Worten hervor: "Die Heimat ist etwas, was die Menschen so leicht nicht vergessen. In dem neuen Buch können sie nachlesen, was früher in Lindscheid geschehen ist." Über den Aufbau und den Inhalt des Buches sprach Autor Erwin Marx, der 14 Monate lang dafür gearbeitet hat.Unter dem Leitwort "Lindscheid im Tholeyer Jahrtausend, von den Anfängen bis zur Französischen Revolution" unternahm der Historiker Johannes Naumann einen interessanten geschichtlichen Spaziergang durch das Dorf. Angefangen von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1258 über die Beziehung zu dem Grundherr - von Beginn an war das die Abtei Tholey - bis zur Pfarrzugehörigkeit und den vielen Ereignissen im 17. und 18. Jahrhundert. Lindscheid feiert seinen 750. Geburtstag vom 10. bis 12. Mai unter anderem mit einem Heimatabend, einem Bauernmarkt und einer heiligen Messe im Zelt. Das Buch "750 Jahre Lindscheid" kostet 7,50 Euro und ist bei Ortsvorsteherin Elisabeth Biwer Telefon (06888) 8863 und bei Erwin Marx, Telefon (06888) 8782, erhältlich.