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Dokumentarfilm über Widerstandskämpfer Günther Ruschel

Dokumentarfilm über Widerstandskämpfer Günther Ruschel

Saarbrücken/Oberthal. Das saarländische Filmbüro und das Kino Achteinhalb zeigen im Rahmen der Filmwerkstatt am Mittwoch und Donnerstag, 25. und 26. November, jeweils um 20 Uhr den Dokumentarfilm von Günther Ruschel über den Oberthaler Widerstandskämpfer Johann Becker. Der 55 minütige Film trägt den Titel "Johann Becker - Stille Zeit"

Saarbrücken/Oberthal. Das saarländische Filmbüro und das Kino Achteinhalb zeigen im Rahmen der Filmwerkstatt am Mittwoch und Donnerstag, 25. und 26. November, jeweils um 20 Uhr den Dokumentarfilm von Günther Ruschel über den Oberthaler Widerstandskämpfer Johann Becker. Der 55 minütige Film trägt den Titel "Johann Becker - Stille Zeit". Zu sehen ist der Film im Kino Achteinhalb in der Nauwieserstraße 19 in Saarbrücken Der aus Oberthal im Saarland stammende Kommunist Johann Becker alias Krees Johann wurde 1902 geboren. Mit seinen frühen Versuchen, sich während des Nationalsozialismus der Arbeiterbewegung anzuschließen, war er ein Kämpfer gegen seine Zeit. 1935 haben Dorfbewohner Becker denunziert. Er wurde von der Gestapo inhaftiert und verbrachte zehn Jahre in den Konzentrationslagern Emsland und Buchenwald. In Buchenwald rettete er als Barackenältester das Leben vieler Mithäftlinge. Dort begegnete er dem Schriftsteller Ernst Wiechert, der ihm in seinem Buch Der Totenwald (1946) ein Denkmal setzte. Nach seiner Entlassung aus dem KZ kehrte Becker nach Oberthal zurück, wo er mit diversen Hilfsarbeiten seine Familie ernährte. Der Film dokumentiert nicht nur den Lebensmut Johann Beckers, der sich noch unter schwierigsten Bedingungen für andere einsetzte. Thematisiert werden auch die Situation der Dorfgemeinschaft nach dem Krieg, ihr Verhalten und die psychologischen Auswirkungen auf die gesamte Familie Becker. Die Dokumentation lässt zahlreiche Zeitzeugen und Familienmitglieder Beckers zu Wort kommen, und zeichnet so ein prägnantes Bild der Zeit. Der Regisseur ist zur Diskussion anwesend. Der Eintritt kostet 5,10 Euro, ermäßigt 4,10 Euro. Die Filmwerkstatt gibt einmal im Monat Gelegenheit zur Begegnung mit Filmschaffenden aus dem Saarland und der Großregion. Sie wird vom Saarländischen Filmbüro in Zusammenarbeit mit dem Kino achteinhalb veranstaltet. red