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Wochenkolumne: Die Vorbilder vom Bielbatz

Wochenkolumne : Die Vorbilder vom Bielbatz

Bielbatz, heißt das Zauberwort, mit dem unser knapp 18 Monate alter Filius seine Mama und mich zu einem Gang auf den Spielplatz animieren möchte. Denn dort gibt es Kinda und so tolle Sachen wie Rutsche und Schaugel.

Nun denn, des Sohnes Wille ist unser Himmelreich. Also zum Spielplatz. Hochbetrieb herrscht hier nicht gerade, aber es sind doch einige Kinder mit Eltern da. Kaum angekommen, lautet die Anweisung: Runter! Ich setze den jungen Mann also ab. Umgehend wackelt er zu den anderen Kindern. Matthis ist mit seinem Papa da, Maria hat beide Eltern dabei. Die anderen Kinder und die dazugehörigen Erwachsenen kenne ich nicht. Doch das ist völlig egal. Der Nachwuchs findet schnell zusammen, und so kommen auch die Alten ins Gespräch. Themen gibt es reichlich, frisch geliefert von den Kids. Die bekommen zwischendurch Kekse von Marias Mama, die in Syrien geboren wurde. Ein junger Vater, vermutlich aus Nordafrika stammend, bietet Obststückchen an. Und alle greifen zu. Hautfarbe, Religion, Herkunft, Sprache? Das sind alles Nebensächlichkeiten, die auf dem Bielbatz überhaupt keine Rolle spielen. Einfach vorbildlich.