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Die Sonne gewinnt das Kräftemessen

Die Sonne gewinnt das Kräftemessen

Glück gehabt! Der angekündigte Temperaturrückgang für vergangenes Wochenende wurde zu einem kleinen Rückgängchen von nur zwei bis drei Grad Celsius, also eigentlich nicht so richtig der Rede wert. So boten uns die vergangenen Tage herrliches Herbstwetter mit viel Sonnenschein nach morgendlichem Frühnebel und angenehm milden Temperaturen

Glück gehabt! Der angekündigte Temperaturrückgang für vergangenes Wochenende wurde zu einem kleinen Rückgängchen von nur zwei bis drei Grad Celsius, also eigentlich nicht so richtig der Rede wert. So boten uns die vergangenen Tage herrliches Herbstwetter mit viel Sonnenschein nach morgendlichem Frühnebel und angenehm milden Temperaturen. Die halfen mir allerdings auch nicht, meine alljährlich Ende September wiederkehrende Herbsterkältung zu verhindern. Aber mit vielen Salbeibonbons, warmer Milch mit Honig und den spannenden Dokumentationen auf dem Fernsehsender Phoenix vergeht auch ein grippaler Infekt wie im Flug. Momentan gestaltet sich die Großwetterlage über Europa folgendermaßen: Nördlich von Skandinavien liegt ein umfangreiches Tiefdruckgebiet, welches schon recht kalte Luft polaren Ursprungs nach Grönland und in das Nordmeer schaufelt. Von Süden drückt wärmere Luft aus dem Mittelmeerraum dagegen und es dominiert größtenteils hoher Luftdruck über dem europäischen Festland. Bislang befanden wir uns im Saarland eher in der wärmeren Luftmasse und auf der Sonnenseite. Deshalb das schöne Herbstwetter. Für diese Woche deutet sich aber zunehmend eine Änderung im meteorologischen Kräfteverhältnis an. Über Mitteleuropa wird der hohe Luftdruck langsam abgebaut; gleichzeitig nimmt dieser über dem Atlantik zu, infolgedessen kommt immer kühlere Luft aus Norden in unsere Breiten. Diese macht sich bis Donnerstag zunächst kaum bemerkbar. Bei häufigem Sonnenschein pendeln die Temperaturen tagsüber um 20 Grad Celsius, nachts kann es bis unter fünf Grad gehen. Zum Ende der Woche könnten die Temperaturen mit einem neuen Schwall kalter Luft um über fünf Grad sacken, nachts wäre dann der Luftfrost möglich. Doch das Wichtigste zum Schluss: Länger anhaltend schlechtes Wetter ist auch in dieser Woche nicht in Sicht.