Die Region hat es kalt erwischt

Glatteis und recht frostige Temperaturen - das Jahr 2008 ist im Saarland dank eines kleinräumigen Höhentiefs ziemlich spektakulär ausgeklungen. Doch insgesamt war das vergangene Jahr - rein klimatisch gesehen - eher unspektakulär

Glatteis und recht frostige Temperaturen - das Jahr 2008 ist im Saarland dank eines kleinräumigen Höhentiefs ziemlich spektakulär ausgeklungen. Doch insgesamt war das vergangene Jahr - rein klimatisch gesehen - eher unspektakulär. Denn mit einem Wert von etwa 9,8 Grad Celsius lag die Durchschnitts-Temperatur hierzulande zwar rund 0,8 Grad über dem langjährigen Referenzmittel, aber deutlich unter den Werten der vergangenen Jahre. In den vergangenen zwölf Monaten fielen rund 860 Millimeter Niederschlag, was fast genau dem Klimamittel entspricht. Die Sonne schien zirka 1500 Stunden und somit nur etwa sechs Prozent weniger als sonst. Alles in allem war es also kein auffallend ungewöhnliches Wetterjahr an der Saar. Einen richtigen Wetterwechsel gab es mit dem Jahreswechsel (zum Glück) nicht. Es wird in den nächsten Tagen sogar noch winterlicher. Heute überquert uns in den Frühstunden ein Tiefdruckgebiet mit einem dazugehörigen Niederschlagsfeld von Nord nach Süd. Bereits in der zweiten Nachthälfte kann es im Hochwald anfangen zu schneien, im Laufe des Morgens schneit es dann verbreitet. Bei sehr frostigen Frühtemperaturen bleibt der Schnee überall liegen und sorgt für glatte Straßen. Zwar sind im Großen und Ganzen keine gewaltigen Schneemengen zu erwarten, doch für einen weißen Überzug wird es wohl fast überall reichen, im Hochwald sogar für bis zu sechs Zentimetern. Mit dieser Schneehaube kann sich die eingeflossene polare Kaltluft so richtig entfalten. Schnee besitzt ein starkes Rückstrahlvermögen für die solare Strahlung, die somit weniger Energie - zum Beispiel für die Erwärmung der bodennahen Luft - am Boden zurücklassen kann. Vor allem nachts kann es bei wolkenlosem Himmel über Schneeflächen starken und bei dem im Januar niedrigen Sonnenstand auch tagsüber leichten Dauerfrost geben. Folglich sind in den nächsten Tagen Tiefstwerte am frühen Morgen um minus zehn Grad Celsius und Höchstwerte zwischen minus fünf und minus zwei Grad Celsius zu erwarten. Es bleibt also recht kalt.