Klack, klack, klack - Peng!: Die besten Tischfußballer der Welt messen sich in St. Wendel

Klack, klack, klack - Peng! : Die besten Tischfußballer der Welt messen sich in St. Wendel

Noch bis Sonntag kämpfen die weltbesten Kickerspieler im Sportzentrum um Medaillen und Meistertitel.

Mit mehr als 585 Spielern aus 22 Nationen ist das in St. Wendel mittlerweile das größte. Die Rede ist vom Tischfußballturnier zur Leonhart World Series und dem gleichzeitigen Nationen Cup. Ab diesem Donnerstag, 12. September, kämpfen Tischfußballer aus aller Welt im St. Wendeler Sportzentrum um Medaillen und Meistertitel. „Das verspricht attraktive Spiele und ganz viel Spannung“, wirbt Eduard Schlaup vom ausrichtenden TFC St. Wendel. Die Faszination der Sportart liegt für den TFC-Vorsitzenden aber nicht allein in den Wettkämpfen. „Tischfußball ist Völkerverständigung, denn am Tisch sprechen alle die gleiche Sprache. Er fördert die Gemeinsamkeit und nicht das Gegeneinander und trägt viel zu einem friedlichen Miteinander, durch alle gesellschaftlichen Schichten hindurch, bei“, erklärt Schlaup und bedankt sich beim Mitveranstalter. Das sind die Kreis-
stadt St. Wendel und Bürgermeister Peter Klär (CDU). „Ohne deren Hilfe wäre diese Veranstaltung bei uns nicht möglich.“

Dass der TFC und die Stadt St. Wendel mit der alljährlichen Ausrichtung des Turniers so ziemlich alles richtig machen, bestätigen die jährlich steigenden Teilnehmerzahlen. Von 470 Teilenehmern 2016 sind es in diesem Jahr bereits 585 vorangemeldete Teilnehmer. „Insgeheim hoffen wir, dass die magische Zahl 600 Teilnehmer geknackt wird.“ So viele Tischi-Spieler zu einem Turnier locken zu können, das habe in Europa noch keiner geschafft.

St. Wendels Bürgermeister freut es, dass das hochklassige Sport-Event nun schon zum vierten Mal in die Kreisstadt Station macht: „Die Tischfußball-Wettbewerbe bieten faszinierenden Breitensport, der perfekt zu einer dynamischen Sportstadt wie St. Wendel passt und für Aktive und Zuschauer gleichermaßen spektakulär ist.“

Während der vier Wettkampftage, die Endspiele steigen am Sonntag, 15. September, erwartet die Besucher laut Schlaup hoch präziser und mentaler Spitzensport, „aber auch viel Kicker-Spaß“. Insgesamt werden diesmal in den Kategorien Herren, Damen, Senioren (Ü50), und Junioren (U18) 24 Titel und 30 000 Euro Preisgeld ausgespielt.

Die Spiele beginnen jeweils gegen 9.30 Uhr in der Frühe und enden abends gegen 20 Uhr mit den Finalspielen. „Die Besucher können sich beim umfangreichen Rahmenprogramm auch selbst probieren: Für Freizeit- und Hobbyspieler und alle, die es einmal ausprobieren wollen, werden Jedermann-Turniere angeboten“, berichtet der TFC-Chef.

Beim Nationen Cup – ein internationales Einladungsturnier für die Nationalmannschaften der Mitgliedsverbände des Weltverbands ITSF – erwarten Schlaup und sein Team die besten Damen-, Junioren- und Herren-Mannschaften zu einem spannenden Wettkampf um den höchsten Titel des Tischfußball-Mannschaftsports. Die Saarländer sind hier stark vertreten und man rechnet sich durchaus Titelchancen aus. Am Start sind unter anderem die Brüder Josef und Claus Cornelius vom OTC Ottweiler, amtierende Weltmeister im Senioren-Bereich.

Ehe es ernst wird, müssen sich die Kicker einspielen. Foto: B&K/Bonenberger/

Beim Nachwuchs gehört Junioren-Nationalspieler Silas Reimann, ebenfalls OTC Ottweiler, als amtierender Weltmeister zum Favoritenkreis. Auch Spieler vom TFC St. Wendel, Leopold Niergarten und Sebastien Meckes, rechnen sich gute Chancen aus, nach dem sie vor einer Woche das Bonzini Masters Turnier in Ottweiler gewinnen konnten. Kleines Land ganz groß also. Das rührt vielleicht aber auch daher, dass die im internationalen Bereich noch recht junge Sportart im Saarland schon lange Tradition hat. „Der Saarländische Tischfußball Verband ist über 50 Jahre alt und ist damit der älteste Verband Deutschlands, wenn nicht sogar einer der ältesten Verbände der Welt“, sagt Schlaup.

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