Die Backstube daheim

Winterbach. Wenn einem im Sonnenweg in Winterbach frischer Brotduft entgegen weht, hat Jörg Maes hinter seinem Holzhaus den Backofen in Betrieb. Jörg Maes ist Mitarbeiter bei den Stadtwerken St.Wendel, dort ist er es gewohnt, vielseitig zu sein und Dinge perfekt umzusetzen. Unter seinen Hobbys hat die Naturfotografie einen hohen Stellenwert

Winterbach. Wenn einem im Sonnenweg in Winterbach frischer Brotduft entgegen weht, hat Jörg Maes hinter seinem Holzhaus den Backofen in Betrieb. Jörg Maes ist Mitarbeiter bei den Stadtwerken St.Wendel, dort ist er es gewohnt, vielseitig zu sein und Dinge perfekt umzusetzen. Unter seinen Hobbys hat die Naturfotografie einen hohen Stellenwert. Er sammelt auch Literatur, Bilder und Altertümer unserer Heimat aus vergangen Jahrzehnten und könnte selbst schon ein kleines historisches Museum damit füllen. In seinem Garten, der sehr artenreich ist und viele Pflanzen aus dem Süden beherbergt, wie Bananenstauden, Zitronenbäumchen, Strelitzien und viele mehr, hat er sich einen großen Backofen gebaut. Und wenn Jörg diesen Backofen anfeuert, kann es im Sonnenweg 1 vielfältige Leckereien geben. Ist das Holz im Ofen abgebrannt, wird die Glut entnommen, die Schamottsteine haben sich kräftig aufgeheizt und im Ofen herrschen zirka 240 Grad fallende Hitze. Im Backtrog hat Jörg den Teig bereitet, lässt ihn ruhen und gehen. Er hat ein Gespür dafür bekommen, wie man damit umgehen muss. Als Vorspeise gibt es "Dinette". Auf dem flach ausgewalzten Teig werden Dörrfleisch mit Schmand und viele kleine Köstlichkeiten aufgetragen und schnell im Backofen ausgebacken. Köstlich, und nun ist auch der Brotteig so weit, dass er in den Körbchen seine perfekte Form gefunden hat. Mit einem schönen Muster versehen schiebt Jörg die Brotleiber in den heißen Ofen. Auch einen gusseisernen Topf hat er schon im Backofen stehen, darin schmort Rindfleisch mit Kartoffeln Zwiebeln und Möhren im Weißwein. Da kann einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und selbst als alle Brote "eingeschossen" sind, wäre immer noch reichlich Platz für weitere Backwaren. Hier muss man nun alles im Auge behalten, automatische Abschaltzeiten gibt es bei solch einem Ofen nicht und verbrennen soll das Brot auch nicht. Fingerspitzengefühl ist gefragt. Braun gebrannt mit leichter Holzkohlenkruste am Boden können schon bald die Brotleibe aus dem Ofen genommen werden, sie duften ganz lecker. Ein Strauß mit Getreideähren und Kornblumen steht neben dem Backofen. Jörg ist halt Perfektionist und versteht es, dem Brotbacken auch einen wunderschönen Rahmen zu verleihen. Nun ist auch das Fleisch im gusseisernen Topf gegart und der gemütliche Teil des Nachmittages beginnt. Brot hat Jörg Maes für die nächsten Tage genug. red