Der wirbelnde Strich

St. Wendel. In der Arbeit Hermann Th. Junckers, geboren 1929, spiegeln sich nicht nur die Stationen seines Malerlebens, sondern auch die unterschiedlichen Stile der Kunstgeschichte in der saarländischen Region wieder. In der Auseinandersetzung mit Kunst und Künstlern entstand im Laufe der Jahrzehnte die für ihn typische Handschrift des vibrierenden Strichs auf einen ruhigen Hintergrund

St. Wendel. In der Arbeit Hermann Th. Junckers, geboren 1929, spiegeln sich nicht nur die Stationen seines Malerlebens, sondern auch die unterschiedlichen Stile der Kunstgeschichte in der saarländischen Region wieder. In der Auseinandersetzung mit Kunst und Künstlern entstand im Laufe der Jahrzehnte die für ihn typische Handschrift des vibrierenden Strichs auf einen ruhigen Hintergrund.In ihrem Beitrag zum Ausstellungskatalog schreibt Sabine Graf: Für Hermann Juncker ist es mit dem Bilder machen wie mit dem Briefe schreiben. Aus dem Fluss der Hand, der Geläufigkeit des Stiftes heraus, dem inneren Rhythmus folgend. Ja, so stelle er sich das Arbeiten vor, sagt Hermann Th. Juncker. Das Lockere, Vorläufige, so gänzlich Unbeabsichtigte des Skizzenhaften reize ihn immer wieder. Zum Skizzenhaften, das sich im graziös wirbelnden Strich verwirklicht, gesellt sich die Form. Hermann Juncker nennt es: Das Endgültige".

Für Hermann Juncker ist sein Atelier nicht nur eine Werkstatt, sondern vor allem ein Ort seiner künstlerischen Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig ist es hin und wieder ein öffentlicher Raum, den Besucher betreten dürfen. Der Titel der Ausstellung unterstreicht, dass auch die Besucher dieser Ausstellung im Gefüge von Atelier, Künstler und Werk eine gleichwertige Rolle spielen: "Atelier 2010" war die Idee des Künstlers.

Die fast 20 Radierungen stammen dagegen aus fast vier Jahrzehnten. Sie zeigen, dass gerade die Beschäftigung mit dieser Technik wesentlich zu der Ausarbeitung des für Juncker typischen Stils des feinnervigen Strichs beigetragen hat. red

Auf einen Blick

Die Ausstellung dauert bis einschließlich Sonntag, 13. März. Der 32-seitige Katalog zur Ausstellung ist zum Preis von fünf Euro im Museum erhältlich, Inhaber der Museumsjahreskarte zahlen vier Euro.

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Freitag zehn bis 13 und 14 bis 16.30 Uhr; Donnerstag zehn bis 13 und 14 bis 18 Uhr; Samstag 14 bis 16.30 Uhr; Sonntag (und an Feiertagen) 14 bis 18 Uhr. Eintritt frei. red