1. Saarland
  2. St. Wendel

Der verpasste Titel quält noch immer

Der verpasste Titel quält noch immer

Marpingen. Es darf wieder geschwitzt werden auf dem Parkett der Marpinger Sporthalle. Seit fünf Wochen befinden sich die Handballer des Saarlandligisten HSG Nordsaar in der Vorbereitung auf die kommende Saison, die am ersten September-Wochenende beginnt

Marpingen. Es darf wieder geschwitzt werden auf dem Parkett der Marpinger Sporthalle. Seit fünf Wochen befinden sich die Handballer des Saarlandligisten HSG Nordsaar in der Vorbereitung auf die kommende Saison, die am ersten September-Wochenende beginnt. Nachdem der erste Teil der Vorbereitung vor allem von Ausdauer- und Krafttraining geprägt war, stieg das Team von Trainer Dirk Werkle und Co-Trainer Tobias Frei vor 14 Tagen in die technische Vorbereitung ein. Werkle übernahm den Trainerposten bei den Nordsaarländern Ende letzter Saison, nachdem sich Manfred Wegmann nach drei Jahren Trainerdasein bei der HSG schon während der Spielzeit für die Beendigung seiner Arbeit entschieden hatte. Mit der bisherigen Vorbereitung der Mannschaft ist Trainer Werkle zufrieden: "Die Teilnahme am Training ist sehr gut, auch die jungen Spieler, die letzte Saison in der zweiten Mannschaft gespielt hatten, sind sehr engagiert bei der Sache." Werkle glaubt, das zwei oder drei Spieler den Sprung in die erste Garde schaffen werden. Und diese werden auch benötigt, denn die HSG Nordsaar hat zwei Abgänge zu verzeichnen - und keinen einzigen externen Neuzugang. Dominik Schön beendete aus beruflichen Gründen seine Handballkarriere, Kreisläufer Pascal Seiler entschied sich ebenfalls aus beruflichen Gründen zu einem Wechsel zu den Handballfreunden Illtal. Die beiden Abgänge bewertet der neue Trainer nicht nur aus spielerisch Gründen als sehr schade: "Wir können die beiden sportlich wohl einigermaßen ersetzen, aber sie werden uns sicherlich abseits des Platzes fehlen. Vor allem Dominik Schön war ein Typ, der einiges in die Hand genommen und organisiert hat." Erst die neue Spielzeit wird aber zeigen, ob es dem Team tatächlich gelingt, mit vereinten Kräften und Unterstützung aus der zweiten Mannschaft die beiden Wechsel zu kompensieren. Dafür wird jedenfalls hart gearbeitet: Viermal pro Woche trainiert die Mannschaft derzeit, hinzu kommen Testspiele an jedem Wochenende. Doch das Trainerduo Werkle/Frei arbeitet nicht nur an der Technik der Spieler, die beiden sind derzeit auch noch als Seelenklempner tätig. "Einige Spieler kamen selbst zu mir und berichteten, dass ihnen die Geschehnisse vom letzten Spieltag immer noch nachhängen", erklärt Werkle. In der vergangenen Saison gab die HSG am letzten Spieltag durch eine Niederlage beim TBS Saarbrücken die Meisterschaft aus der Hand, Nordsaar musste der HSG Völklingen den Vortritt in die RPS-Liga lassen. In Gesprächen versucht der Trainer, die Blockaden zu lösen: "Ich kann den Spielern nur sagen: Wenn die Saison erstmal begonnen hat und man sich wieder auf die Spiele konzentriert, dann wird das Ganze langsam aus den Köpfen rausgehen."Zwei HauptkonkurrentenTrotz der bitteren Erkenntnisse aus der letzten Saison strebt Werkle auch in diesem Jahr wieder einen Spitzenplatz an. "Mit dem TV Homburg als Absteiger und einem weniger verletzungsanfälligen TBS Saarbrücken ist die Konkurrenz sicherlich nicht kleiner geworden, aber wir haben fast die gleiche Mannschaft wie letztes Jahr, also müssen wir wieder vorne mitspielen." Um dieses Ziel zu erreichen, werden sicherlich noch einige Tropfen Schweiß auf dem Parkett der Marpinger Sporthalle landen müssen, damit die HSG Nordsaar im vierten Anlauf den Fluch des ewigen Zweiten endgültig hinter sich lassen kann. "Wir haben fast die gleiche Mannschaft wie letztes Jahr, also müssen wir wieder vorne mitspielen."Dirk Werkle, Trainer der HSG Nordsaar