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Der neue Schellemann ist erschienen

Der neue Schellemann ist erschienen

Nonnweiler/Hermeskeil. Der Schellemann 2009, die Zeitschrift des Kulturgeschichtlichen Vereins Hochwald, liegt vor. Wie immer am Jahresende präsentiert der Verein die neueste Ausgabe seiner Vereinszeitschrift und gewährt Einblicke in die Geschichte der Hochwaldregion und dem angrenzenden Saarland

Nonnweiler/Hermeskeil. Der Schellemann 2009, die Zeitschrift des Kulturgeschichtlichen Vereins Hochwald, liegt vor. Wie immer am Jahresende präsentiert der Verein die neueste Ausgabe seiner Vereinszeitschrift und gewährt Einblicke in die Geschichte der Hochwaldregion und dem angrenzenden Saarland. In dem Leitartikel "Die Herrschaft Züsch mit Burg und Dorf" thematisieren Berthold Bouillon und Hans-Georg Rosar die abwechslungsreiche Geschichte des Züscher Lehens vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Ende der hunolsteinischen Zeit. Roland Eiden beleuchtet "175 Jahre Abtei und Höfchen". Die konfliktbeladene Entstehungsgeschichte der heutigen Hermeskeiler Stadtteile ist auch ein Teil Hochwälder Sozialgeschichte. Die Ansiedlung Französisch sprechender Wallonen im Jahre 1833 war ein preußischer Verwaltungsakt, mit dem die nach dem Niedergang des Züscher Eisenwerkes arbeitslos gewordenen "ersten Gastarbeiter" auf der Gemarkung Hermeskeil als Ackerer sesshaft werden sollten. Helmut Schuh zeichnet in seinem Beitrag "Eine Zufallsbegegnung mit Schinderhannes" das Schicksal des Prosterathers Müllers Jakob Porn nach, der als Erntehelfer in der Nähe von Baumholder den berüchtigten Räuber kennen lernte und dadurch aus der Bahn seiner bürgerlichen Existenz geworfen wurde. Edgar Schwer folgt in seinem nachdenklichen Artikel "Was ist aus ihnen geworden?" den Spuren Hochwälder Juden in der jüdischen Exilzeitschrift Aufbau. Diese deutsch-jüdische Emigrantenzeitung war 1934 in New York gegründet worden und war das Sprachrohr der deutschen Juden in den USA. Elmar P. Ittenbach beschreibt unter dem Titel "Neuer Glanz für uralte Weihnachtskrippe" die einmalige Krippenanlage in Kell am See. Diese mehr als 130 Jahre alte Krippe wurde nach monatelangen Restaurierungsarbeiten an den rund 180 Figuren und den zahlreichen Gebäuden im Dezember 2007 der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Die evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil feierte im Jahr 2008 ihr 150-jähriges Bestehen als selbstständige Pfarrei. Diethelm Prümm hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, aus der "Geschichte der evangelischen Pfarrei Hermeskeil" zu berichten, wobei der häufige Wechsel der Pfarrer sehr auffällig ist. Reinhold Anton widmet der "Geschichte des ehemaligen Immerter Gasthauses Zur Barriere" auch mit interessanten Fotos eine kleine Reminiszenz.Die Zeitschrift ist im regionalen Buchhandel zum Preis von acht Euro erhältlich. red