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Der Kapitän ist wieder an Bord

Der Kapitän ist wieder an Bord

Marpingen. Die Zeit des Leidens scheint endgültig vorbei. Seit Jahres-Anfang war Timo Klein, Kapitän des Handball-Saarlandligisten HSG Nordsaar, zum zuschauen verdammt. Keine leichte Zeit für den Motivator im Team der Nordsaarländer, denn aus einem grippalen Infekt entwickelte sich eine schwere Lungenentzündung, an Handball war nicht zu denken

Marpingen. Die Zeit des Leidens scheint endgültig vorbei. Seit Jahres-Anfang war Timo Klein, Kapitän des Handball-Saarlandligisten HSG Nordsaar, zum zuschauen verdammt. Keine leichte Zeit für den Motivator im Team der Nordsaarländer, denn aus einem grippalen Infekt entwickelte sich eine schwere Lungenentzündung, an Handball war nicht zu denken. Doch jetzt, nach zehn Wochen ohne Harz an den Händen, kann es für Klein wieder losgehen. "Ich bin froh, endlich wieder ins Spiel eingreifen zu können. Aber nicht komplett fit zu sein, dämpft diese Freude natürlich etwas", beschreibt Klein seine Gefühlslage vor dem Heimspiel der HSG Nordsaar an diesem Samstag um 20 Uhr in der Oberthaler Sporthalle gegen die VTZ Saarpfalz II. Er sieht sich zwar noch nicht bei 100 Prozent seiner Leistungsstärke, an Kampfeslust mangelt es Klein aber nicht: "Gerade nach dem Punktverlust beim 26:26 in Homburg wird das eines der schwersten Spiele gegen einen Gegner, vor dem wir viel Respekt haben. Jetzt gilt es aber, wieder auf Kurs zu kommen."Seine Mannschaft will den Ausrutscher schleunigst vergessen machen. Auch, um den ärgsten Verfolger, den TBS Saarbrücken, auf Distanz zu halten. Denn die Mannen aus der Landeshauptstadt konnten sich zuletzt durch einen klaren 32:20-Sieg in Merchweiler bis auf drei Punkte an Spitzenreiter Nordsaar herankämpfen. Ähnlich wie sein wiedergenesener Kapitän sieht auch Trainer Werkle die aktuelle Situation: "Der Punktverlust war sehr ärgerlich, aber er muss jetzt verdaut sein. Ich hoffe, dass nun eine ,Jetzt-erst-recht'-Reaktion folgen wird." Während Klein zurück ins Team kommt, wird bei der angestrebten Kurskorrektur definitiv Thomas Dell passen müssen, eine der tragenden Säulen im Spiel der HSG. Ihn hindern berufliche Verpflichtungen an einem Einsatz. "Das ist sehr schade, aber wir haben fast zwei Drittel der Hinrunde ohne ihn auskommen müssen und trotzdem gewonnen, warum sollte das nicht noch einmal funktionieren", sagt Werkle, der das spielerische Potential von Dell durch Verstärkungen aus der zweiten Reihe kompensieren will.

Der kommende Gegner der HSG Nordsaar, die zweite Garde von RPS-Oberligist VTZ Saarpfalz, hat derzeit einen echten Lauf. Seitdem Trainer Christian Schöller das Kommando übernahm, konnte die VTZ die Abstiegsränge verlassen und erspielte fünf Siege in Folge. "Mit Christian hat die VTZ einen echten Trainerfuchs auf der Bank und durch die Rückkehr von ,Chagga' Mukladzija dazu noch einen klasse Spieler dazugewonnen", warnt Werkle.