Da waren's nur noch acht

Leitersweiler. Zur Kommunalwahl 2009 ist die SPD Leitersweiler mit neun Kandidaten auf der Ortsratsliste angetreten. Sieben davon wurden in den Ortsrat gewählt. Also standen noch zwei Nachrücker, falls eines der Ortsratsmitglieder ausscheiden würde, zur Verfügung. Die CDU stellt zwei Ortsratsmitglieder

Leitersweiler. Zur Kommunalwahl 2009 ist die SPD Leitersweiler mit neun Kandidaten auf der Ortsratsliste angetreten. Sieben davon wurden in den Ortsrat gewählt. Also standen noch zwei Nachrücker, falls eines der Ortsratsmitglieder ausscheiden würde, zur Verfügung. Die CDU stellt zwei Ortsratsmitglieder. Vor ein paar Wochen zog das SPD-Ortsratsmitglied Vanessa Bur nach Berlin, musste also ihr Mandat abgeben. Guido Wagner, Listenplatz acht, verzichtete aus beruflichen Gründen auf den Ortsratssitz. Damit kam Bruno Spengler, Listenplatz neun, zum Zuge. Er wurde in der jüngsten Ortsratssitung als Mitglied verpflichtet.In dieser Sitzung stand auch die Wahl eines neuen Ortsvorstehers an, denn Kurt Crummenauer (SPD) hatte sein Amt niedergelegt, wollte aber weiter dem Ortsrat angehören. Als neuen Ortsvorsteher schlug Crummenauer seinen bisherigen Stellvertreter Udo Schick (SPD) vor. SPD-Ortsratsmitglied Klaus Schwarm schlug als Gegenkandidaten Bernd Closter (SPD) vor, der bereits von 1984 bis 2004 Leitersweiler Ortsvorsteher war. Closter wurde mit sechs zu drei Stimmen gewählt.

Aus Ärger darüber, dass man sich nicht an Absprachen und Abmachungen gehalten habe, legte Crummenauer nach Verkündung des Wahlergebnisses mit sofortiger Wirkung auch sein Ortsratsmandat nieder. Da es keinen Nachrücker mehr gibt, hat die SPD-Fraktion im Ortsrat bis zur Kommunalwahl 2014 nur noch sechs Mitglieder.

Noch in der Sitzung legte Udo Schick mit sofortiger Wirkung sein Amt als stellvertretender Ortsvorsteher nieder. Seine Niederlage wertete er als Misstrauensvotum. Schick bleibt aber weiter im Ortsrat. Zum neuen Stellvertreter des Ortsvorstehers wurde noch in der Sitzung das neue Ortsratsmitglied Bruno Spengler gewählt.

"Abstimmungsprobleme in der SPD-Fraktion und im SPD-Ortsverein" nannte Closter als Gründe für die Kampfkandidatur. ddt

Meinung

Gutbürger sind beständig aktiv

Von SZ-RedakteurDagobert Schmidt

Die Probleme dieser Republik werden besser gelöst, wenn die Bürger stärker beteiligt werden. Das ist richtig. Aber wollen die Bürger an der Entwicklung ihrer Dörfer, Städte, ihres Bundeslandes oder der Bundesrepublik mitarbeiten? Viel zu wenige! Ständig zurückgehende Wahlbeteiligung und die Probleme, genügend Bürger für die Mitarbeit auf kommunaler Ebene zu finden, siehe Leitersweiler, sind deutliche Zeichen dafür.

Konjunktur haben dagegen die Wutbürger. Kurz und heftig ein Projekt angehen, das ist Mode. Die alltäglichen Dinge vor Ort soll die "dreckige Politik" regeln.

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