1. Saarland
  2. St. Wendel

Corona im Saarland: Marienhausklinik erklärt Krankenhaus in St.Wendel zu Corona-Standort

Nach Schließung für Patienten : Marienhausklinik in St. Wendel wird „Corona-Standort“ (Update: Zahl infizierter Mitarbeiter)

Nachdem Gesundheitsministerium und der Landkreis St. Wendel gestern Abend die Schließung der Marienhausklinik St. Wendel für Patienten beschlossen haben, soll im Krankenhaus nun ein „Corona-Standort“ eingerichtet werden. Dieser soll andere Kliniken entlasten.

Die Marienhausklinik in St. Wendel wird zu einem sogenannten „Corona-Standort“ und soll auf diese Weise andere Krankenhäuser der Marienhaus-Gruppe so lange wie möglich von der Bahandlung von Corona-Patienten zu entlasten. Das teilte Marienhaus-Sprecher Heribert Frieling der SZ mit.

Damit ändert die Marienhaus-Unternehmensgruppe ihren ursprünglichen Plan: Dieser sah vor, das Krankenhaus in Ottweiler zu einem „Corona-Standort“ umzuwandeln.

Grund für die Entscheidung, das Haus in St. Wendel zum Corona-Schwerpunkt zu machen, sind die jüngsten Fallzahlen von infizierten Krankenhausmitarbeitern. „Die Zahl der positiv auf den Coronavirus getesteten Mitarbeiter und ihre Kontaktpersonen im Marienkrankenhaus St. Wendel haben sich in den vergangenen 24 Stunden spürbar erhöht“, sagte Frieling. Auf SZ-Anfrage präzisierte er am Samstagnachmittag: 11 Mitarbeiter seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, 15 befänden sich in Quarantäne, erkrankt sei niemand. Aus diesem Grund hatten das Gesundheitsministerium und der Landkreis St. Wendel einen sofortigen Aufnahmestopp für das Haus festgelegt (wir berichteten).

Die Verantwortlichen hatten zudem entschieden, dass in den nächsten Tagen die Patienten in Absprache mit dem Gesundheitsamt entweder entlassen oder in andere Kliniken verlegt werden müssen.

Die positiv getesteten Mitarbeiter und ihre Kontaktpersonen müssen in häusliche Quarantäne, so Frieling: „Die nicht betroffenen Mitarbeiter sollen an anderen Standorten in der Patientenversorgung mitarbeiten.“